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Hochhaus C10 gewinnt Deutschen Fassadenpreis VHF 2013

Der Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V. (FVHF) prämierte am 7. November herausragende Projekte mit dem Deutschen Fassadenpreis für VHF 2013. Staab Architekten erreichten nicht nur mit der Sanierung des Hochhauses der Hochschule Darmstadt den ersten Platz, mit einem zweiten Projekt erhielten sie eine Anerkennung.

Grundinstandsetzung und Erweiterung des Hochhauses C10, Hochschule Darmstadt, Staab Architekten
Foto: Werner Huthmacher, Berlin

Gewinner Deutscher Fassadenpreis für VHF 2013

Grundinstandsetzung und Erweiterung des Hochhauses C10, Hochschule Darmstadt

Staab Architekten GmbH, Berlin

Grundinstandsetzung und Erweiterung des Hochhauses C10, Hochschule Darmstadt, Staab Architekten
Die Ost- und Westfassaden mit ihren als <br>senkrechtes Relief ausgeführten Leichtmetall-<br>konstruktionen unterstützen die elegante <br>Anmutung des sanierten Gebäudes. <br>Foto: Werner Huthmacher, Berlin

Das 15-geschossige Hochhaus war 1965 auf dem jetzigen Campus gebaut worden und ist mit dem Signet „h_da“ das weithin sichtbare Wahrzeichen der Hochschule Darmstadt. Für die nötige Sanierung – vor allem der Brandschutz wies erhebliche Mängel auf – erhielten Staab Architekten im Verhandlungsverfahren 2007 den Zuschlag. Mit der Instandsetzung sollte gleichzeitig die Gebäudehülle den aktuellen Ansprüchen angepasst werden. Zum einen stehen die Hochschulen durch den Bologna-Prozess unter immer stärkerem Konkurrenzdruck. Zum anderen versprach man sich von einer neuen Fassade deutliche Einsparungen im Energieverbrauch.

Gemeinsam mit Fachplanern von Transsolar wurden Sonnenverläufe simuliert, um für eine feststehende Verschattung das bestmögliche Verhältnis von Tageslichteinfall und Sonnenschutz zu berechnen. Auch Windverhältnisse und Lärmentwicklung flossen in die Kalkulationen mit ein, bis die Form der 368 vorgehängten Elemente feststand. Durch die unregelmäßige Faltung vermieden Staab Architekten eine drohende Monotonie in der Außenwirkung.


Grundinstandsetzung und Erweiterung des Hochhauses C10, Hochschule Darmstadt, Staab Architekten
Die Sonnenschutzelemente aus Leichtmetall an der Südfassade beeindruckten die Juroren sowohl in ihrer Funktion als auch in ihrer Gestaltung. In nahezu spielerischer Weise gehen sie mit der energetischen Erneuerung einher. Foto: Werner Huthmacher, Berlin
Grundinstandsetzung und Erweiterung des Hochhauses C10, Hochschule Darmstadt, Staab Architekten
Mit dem Umbau erhielt das Gebäude auch einen Haupteingang. Foto: Werner Huthmacher, Berlin

Als zeitgemäßes „Weiterdenken der Nachkriegsmoderne“ mit ganzheitlichem Anspruch würdigte die Fachjury den preisgekrönten Entwurf. Den leichten und transparenten Eindruck mit besonderer „Strahlkraft“ erhält der Bau durch die vorgehängte hinterlüftete Fassade. Juryvorsitzender und Laudator Prof. Michael Braum lobte die „filigrane, den ursprünglichen Geist des Hauses respektierende Idee für die energetische, funktionale und gestalterische Erneuerung“.

Grundinstandsetzung und Erweiterung des Hochhauses C10, Hochschule Darmstadt, Staab Architekten
Foto: Werner Huthmacher, Berlin

 

Nominierte Projekte / Anerkennungen


Neubau Gewerbehof Laim, München

bogevischs buero architekten & stadtplaner GmbH, München

Rhythmisierende Öffnungen gliedern die halbtransparente Hülle aus Profilglas des Gewerbehofs Laim in München. Die Fassade sorgt für helle, blendfreie Arbeitsplätze, eine direkte Lüftung und erhöhten Schallschutz.

Neubau Gewerbehof Laim, München, bogevischs buero
Foto: Julia Knop, Hamburg

 

Neubau Stefan-Andres-Gymnasium mit Mensa und Bürgerzentrum, Schweich
Harter + Kanzler freie Architekten BDA, Freiburg

Sein elegantes und leichtes Erscheinungsbild erhält das Stefan-Andres-Gymnasium mit Mensa und Bürgerzentrum in Schweich durch die Kombination von geschlossenen und verglasten Elementen.

Neubau Stefan-Andres-Gymnasium mit Mensa und Bürgerzentrum Schweich, Harter + Kanzler
Foto: Olaf Herzog, Waldkirch

 

Neubau Paläon, Schöningen
Holzer Kobler Architekturen GmbH, Zürich

Als Spiegel der umgebenden Natur wirkt die Fassade des Paläon Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere. Holzer Kobler Architekturen GmbH verliehen dem Bau durch die besondere Fassadengestaltung skulpturale Kraft.

Neubau Paläon, Schöningen, Holzer Kobler Architekturen
Foto: Jan Bitter, Berlin

 

Neubau Zentrum für Energietechnik, Dresden
knerer und lang Architekten GmbH, Dresden

Kontinuierlich und gleichzeitig flexibel wirkt der Neubau des Zentrums für Energietechnik, Dresden. Seine Fassade verweist auf die technische Aufgabe des Instituts und unterstützt auf einprägsame Weise dessen Konzept und Programm.

Neubau Zentrum für Energietechnik, Dresden, knerer und lang Architekten
Foto: Jens Weber, München

 

Erweiterung NYA Nordiska, Dannenberg
Staab Architekten GmbH, Berlin

Die Erweiterungsbauten des Textilunternehmens NYA Nordiska, Dannenberg, besteht aus klar ablesbaren Baukörpern im Maßstab des bestehenden Ensembles. Alle Oberflächen der Neubauten sind mit rötlichem Aluminium überzogen, was die formale Trennung von Dach- und Wandflächen aufhebt.

Staab Architekten erhielten für das Projekt betreits den Niedersächsischen Staatspreis für Architektur 2012 und die BDA Nike 2013 der Kategorie »Fügung«.

Erweiterung NYA Nordiska, Dannenberg, Staab Architekten
Foto: Marcus Ebener, Berlin

Das Anforderungsspektrum an die Gebäudehülle reichte von moderner Optik, hoher Wirtschaftlichkeit und technisch perfekter Umsetzung über energetische Effizienz bis hin zu dauerhafter Beständigkeit. An diesen Kriterien orientierte sich die renommierte Fachjury bei ihrer Aufgabe, aus 117 Einreichungen die überzeugendsten Konzepte auszuwählen. Nach der Vorauswahl im Juni waren sechs Nominierte im Rennen geblieben.

Preisrichter waren Michael Braum (Geschäftsführer IBA Heidelberg), Christian Schittich (Chefredakteur Detail), die Architekten Peter Brückner (Brückner und Brückner Architekten), Manuel Herz (Manuel Herz Architekten) und Antje Heuer (KARO* architekten), sowie Oliver Fröhlich und Siegfried Moll vom FVHF.

Das Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro geht zur Hälfte an den Preisträger, die restliche Summe wird unter den Anerkennungen aufgeteilt. Zusätzlich wird das siegreiche Büro zur Aufnahme in den Konvent der Bundesstiftung Baukultur vorgeschlagen. Den Rahmen für die mittlerweile zehnte Verleihung dieses Preises bildete das Deutsche Architektur Museum DAM in Frankfurt am Main.

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