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Hochschulsanierung von Land zu Land verschieden

Hochschulsanierung, Bayern, Nordrhein-Westfalen,

Während NRW längst alle Mittel zur Sanierung maroder Hochschulen mobilisiert, bangt Augsburg noch um eine Zustimmung durch das Land Bayern. Nordrhein-Westfalen investiert also bereits und plant weit voraus, während Bayern noch immer nichts entschieden hat.Die Investitionen in Bildung wird in den Ländern sehr unterschiedlich gehandhabt.

An der Hochschule Augsburg hat man mit mehreren Problemen zu kämpfen. Zwei Gebäude müssen zeitgleich saniert werden, War es zuerst noch der E-Bau muss nun auch recht zeitnah und eigentlich zeitgleich der C-Bau saniert werden. Hier sind vor allem die angehenden Architekten und Bauingenieure untergebracht. Doch die Sicherheit für Studierende und Mitarbeiter ist gefährdert. Es wird dringend nach Ausweismöglichkeiten gesucht, um den Studienbetrieb ab Janaur zu gewährleisten.

Ein riesiges Problem bei der Sanierung der Augsburger Hochschulegebäude ist die enorme Kostensteigerung. Bei der Sanierung beider Altbauten wird die bisher angesetzte Investition um etwa 70 Prozent überschritten. Diese neue Situation bringt den bisherigen Zeitplan durcheinander. Eigentlich sollten die Sanierungen der Gebäude zeitlich versetzt stattfinden, um die Studenten vorübergehend in anderen Gebäuden auf dem Campus unterbringen zu können. Doch daraus wird wegen der Sicherheitsmängel wohl nichts.

Die Oberste Baubehörde des Freistaats muss über die extrem angestiegenen Kosten debattieren. Für einen ähnlich hohen Preis wäre auch ein Neubau, eventuell sogar im Passivhausstandard möglich. Gespräche dazu wird es noch in dieser Woche geben, denn das Projekt soll eigentlich bereits im März starten. Für die Anmietung von Räumlichkeiten zur Gewährleistung des Studienbetriebs werden zusätzlich weitere Kosten anfallen.

Die Hochschule bangt nun um eine Freigabe der Mittel zur Sanierung durch den Freisaat Bayern. Es bleibt zu hoffen, dass die Stadt Augsburg günstig und schnell Räume zur Verfügung stellen kann.

Ganz anders in Nordrhein-Westfalen. Acht Milliarden Euro will das Land bis 2020 für Sanierung und Modernisierung der Hochschulen ausgeben.

Weil Investitionen in die Bildung wichtig sind, erklärten Innovationsminister Andreas Pinkwart und Finanzminister Helmut Linssen im Düsseldorfer Landtag, die massive Aufstockung der Finanzmittel für die Hochschulen in ihrem Bundesland und berücksichtigen dabei den Mehrbedarf an Studienplätzen nach dem doppelten Abitursjahrgang.

Neben der Sanierung und Erweiterung der bestehenden Hochschulen, sollen sogar vier neue Fachhochschulen aus der Traufe gehoben werden. Falls die zusätzlichen Räumlichkeiten nur für einen bestimmten Zeitraum benötigt werden, sollen die Unis ein flexibles und intelligentes Raummanagement entwickeln. Die Studierendenzahlen könnten längerfristig eventuell wieder abnehmen. Man plant vorausschauend.

Bis zum Frühjahr soll mit jeder Hochschule ein detaillierter Modernisierungsplan ausgefeilt werden, um einen Überblick zu bekommen, wo und wie viel Handlungsbedarf besteht.

Zehn Objekte werden derzeit bereits erweitert oder saniert, darunter: der Neubau des Komplexes ID an der Ruhr-Universität Bochum, der Ersatzbau an der FH und der TH Aachen, die Uni Bonn, die Uni Paderborn, der Fachbereich Design der FH Münster, die Pharmazie an der Uni Münster und die FH Gelsenkirchen. Außerdem gibt es eine Grundsanierung an der Uni Bonn und einen Ausbau ihres Bibliotheksspeichers, des Magazin für Architektur, an der FH Bochum.

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