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Höchste Auszeichnung für nachhaltiges Bürogebäude in Prag

fibreC Fassade von Rieder bei Main Point Karlin in Prag
Alle Fotos: Rieder/PSJ Invest

Jedes Jahr treten die weltbesten Bauwerke für den begehrten MIPIM Award in Cannes an. In diesem Jahr war auch ein Projekt mit »fibreC«-Fassade von Rieder nominiert. Main Point Karlin wurde in Prag von PSJ Invest errichtet und zum besten Gebäude in der Kategorie Bürogebäude gewählt. Das Design für das außergewöhnliche Bürohaus stammt von Atelier DaM. Beim Bau des Geschäftsgebäudes in Prag spielten für Bauherren und Architekten sowohl Funktionalität als auch Design eine übergeordnete Rolle. Um die Fassade nach den Entwürfen der DaM Architekten umsetzen zu können, war einiges an Kopf- und Entwicklungsarbeit bei Rieder notwendig. Nun schmücken 2650 geformte fibreC-Elemente das Bauwerk, welches vor allem für seine innovative nachhaltige Architektur auf hohem technologischen Niveau Anerkennung fand. Das Gebäude steht außerdem kurz vor einer Platinum LEED-Zertifizierung.

Die Projektentwickler und Architekten von Main Point Karlin haben unterschiedliche Techniken genutzt, um Energie zu sparen und Umweltressourcen zu schonen. Speziell geformte fibreC-Elemente schützen beispielsweise vor direkter Sonneneinstrahlung. Im Sommer wird das gesamte Gebäude außerdem mit Wasser aus der nahe gelegenen Moldau gekühlt. Das ausgeklügelte Lichtsystem machte große Glasflächen notwendig, dennoch wollte man keine homogene Glasoberfläche für die Fassade. Die auffällige Form des Gebäudes und die fließenden Glasflächen sollten durch farbige Gestaltungselemente ergänzt werden. Die sattelförmigen Designelemente verhelfen der Immobilie zu ihrem einmaligen Erscheinungsbild und schützen die Büroflächen vor direkter Sonneneinstrahlung. Die Betonelemente wurden in einem eigens entwickelten Herstellungsverfahren produziert und von einer Rieder-Partnerfirma in Tschechien montiert.

Die sattelförmigen Teile bestehen aus gebogenen fibreC-Platten aus Glasfaserbeton. Um die von den Architekten geforderte Krümmung der Elemente zu erreichen, wurde die Rezeptur der Matrix der Platten verändert. Ein technisch ausgeklügeltes Befestigungssystem und die hochwertigen Materialeigenschaften machten fibreC letztendlich zum optimalen Produkt für diese Aufgabe. Neben den optischen Ansprüchen sollten die Materialien für den Außenbereich und vor allem für die Fassade wichtige technische Anforderungen erfüllen. Nicht die Optik für den Augenblick war für die Architekten wichtig. Ein verlässliches Design, das auch in zehn oder zwanzig Jahren sowohl alle technischen als auch optischen Ansprüche erfüllt, wurde sowohl von Bauherren als auch Planern gefordert. Die Vision von einer leichten und zugleich stabilen Platte aus Beton, die Wetter und Umwelteinflüssen standhält und dabei nachhaltig und ästhetisch ist, prägte die Entwicklung der Fassadenplatte fibreC.

Die Themen Sicherheit und vor allem Brandschutz spielen genauso eine wichtige Rolle bei der Auswahl der verwendeten Baustoffe wie der optische Anspruch und das Streben nach dem Einsatz von umweltschonenden Materialien. Die guten thermischen Werte (Brandschutzklasse A1 »nicht brennbar«) machen fibreC zu einem besonders robusten Material, das keine zusätzlichen Behandlungen und chemischen Beschichtungen zum Brandschutz benötigt. Rieder lieferte für das Projekt Main Point Karlin nicht nur die geformten fibreC-Elemente für die Fassade – die Stahlbetonelemente für den konstruktiven Aufbau des Gebäudes kamen von Rieder Beton Jihlava, ebenfalls ein Unternehmen der Rieder Gruppe.

fibreC Fassade von Rieder bei Main Point Karlin in Prag
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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 7+8/2012

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