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Tokio, Kiyoaki Takeda Architects, Wohnhaus

Hölzernes Wohngerüst: Haus in Tokio

Setagaya ist der zweitgrößte Bezirk Tokios und liegt südwestlich des Zentrums. Er zählt zu den teuersten Wohngegenden, was sich in einer ungewöhnlich lockeren Bebauung äußert. Viele Einfamilienhäuser und kleine Grünflächen prägen das Stadtbild. Für neue Gebäude ist jedoch wenig Platz vorhanden. Deswegen war auch bei diesem Bauvorhaben ein wenig Kreativität von Nöten.

Grundstück mit Herausforderungen
Das ausgewählte Grundstück sitzt in Hanglage und ist umgeben von vorhandener Wohnbebauung. Für die Nachbargebäude wurde mithilfe von Betonmauern eine ebene Fläche geschaffen. Das umliegende Terrain blieb unberührt. Kiyoaki Takeda Architects wählten ebenfalls Beton als Material und konzipierten fünf verschiedene Stützmauern. Jedes Element ist perfekt auf seine Position abgestimmt. Das Resultat sind gestaffelte Ebenen auf unterschiedlichen Höhen.

Aufgesetzte Holzkonstruktion
Auf das schwere Fundament ist eine Holzkonstruktion aufgesetzt. So scheint das Gebäude nach oben immer leichter zu werden. Im Innenraum entsteht ein Wechselspiel zwischen massivem Sichtbeton und kreuz und quer verlaufenden Holzbalken. Eingeschobene Sperrholzplatten gliedern das Durcheinander in Räume und Plattformen.

Raffinierte Raumorganisation
Im Kern des Hauses lässt ein großzügiges Atrium viel Tageslicht hinein. Unregelmäßig angeordnete Treppen und Stiegen führen jeweils zur nächsten Ebene. Wohnzimmer und Küche schließen direkt an diesen offenen Erschließungsbereich an. Zu den Seiten verstecken sich hinter Zwischenwänden die privaten Räume.

Äußere Schale
Von außen ist die Gestaltung des Hauses minimalistisch gehalten: ein Wechsel aus profiliertem Aluminium und großen Glasflächen. Das im Innenraum vorherrschende Raster ist auch hier im Rhythmus der Pfosten-Riegel-Fassade ablesbar.

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