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Holcim Innovationspreise für Materialinnovation und Bautechnologie

Erstmals wurden im Rahmen der Holcim Awards for Sustainable Construction zusätzliche globale Preise für Projekte mit Fokus auf Materialinnovation und Bautechnologie vergeben: Die Holcim Innovationspreise. Der erste Preis geht an ein Team der an der ETH Zürich lehrenden Architekten Gramazio & Kohler für eine zukunftsgerichtete Technologie der Betonverschalung.

Alle drei Jahre führt die Schweizer Holcim Foundation for Sustainable Construction einen weltweiten, mit zwei Millionen Dollar dotierten Wettbewerb durch: die Holcim Awards. Prämiert werden dabei herausragende Projekte und Konzepte aus der Architektur und Bauwirtschaft, die nachhaltige Antworten auf technologische, ökologische, sozioökonomische und kulturelle Herausforderungen geben. 2011 wurden in fünf Regionen der Welt parallel die regionalen Holcim Awards verliehen. Die 15 Hauptgewinner der regionalen Wettbewerbe qualifizierten sich automatisch für den Wettbewerb um Global Holcim Gold, Silber und Bronze. Erstmals wurden parallel zu den Global Holcim Awards sämtliche 53 Gewinnerprojekte aus den regionalen Wettbewerben von einer separaten Jury evaluiert und auf deren

Holcim Innovation 1st Prize für die Technologie einer hocheffizienten Betonverschalung aus Zürich

Fabio Gramazio und Matthias Kohler beschäftigen sich in ihrer Forschung an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH Zürich) mit neuen Strategien für eine zeitgemäße Architekturproduktion und der Wechselwirkung zwischen architektonischem Entwurf und neuen digitalen Fabrikationstechniken. Zusammen mit Silvan Oesterle und Axel Vansteenkiste haben sie ein Verfahren entwickelt, mit dem sich vor Ort Freiform-Betonstrukturen als Unikate herstellen lassen. Basis dafür sind digital produzierte Wachsverschalungen. Mithilfe von Robotern wird eine Gussform aus Sand hergestellt, um ein Wachsnegativ zu produzieren. Im Gegensatz zur einmaligen Verwendung herkömmlicher Schalungen für komplexe Formen sparen die Preisträger mit wiederverwertbarem Sand und Wachs Energie und Material.

Architekturprofessor Harry Gugger (EPFL Lausanne) lobte das Projekt als besonders innovativ: "Mit diesem Verfahren können komplizierte Formen hergestellt werden, die hinsichtlich Energiebedarf und Komfort optimiert sind und mit minimalen Materialverbrauch auskommen, da die Gussformen rezyklierbar sind."

Holcim Innovation 2nd Prize für das Smart Material House in Hamburg

Der Holcim Innovation 2nd Prize ging an das Projektteam Frank Barkow und Regine Leibinger von Barkow Leibinger Architekten (Berlin), Mike Schlaich von der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) und Matthias Schuler von Transsolar Energietechnik (Stuttgart) für ein Projekt zur Errichtung kostengünstiger Wohnungen in Hamburg. Bei diesem Projekt werden innovative Techniken und Materialien eingesetzt, darunter vorgefertigte Leichtbetonelemente mit wiederverwertetem Schaumglas als Zuschlagsstoff. Im Vorjahr war diese Eingabe bereits mit einem Anerkennungspreis der Region Europa ausgezeichnet worden.

Holcim Innovation 3rd Prize für eine neue Herstellungsmethode komplexer Bauelemente, London

Der Holcim Innovation 3rd Prize geht an Povillas Cepaitis, LLuis Enrique, Diego Ordoñez und Carlos Piles der AA School of Architecture für das Projekt "Cast on Cast". Das britische Team entwickelte mithilfe parametrischer Planungsmethoden einen effizienten und nachhaltigen Herstellungsprozess komplexer Geometrien für Gebäudehüllen.

Mit der Verleihung der Global Holcim Awards und der Holcim Innovationpreise findet der dritte Wettbewerbszyklus seinen Abschluss. Insgesamt reichten Architekten, Ingenieure und Bauherren über 6000 Projekte ein, die in 146 Ländern verwirklicht werden sollen. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Bildrechte: Holcim Foundation

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