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Hongkong Minicafé, Absence from Island, Foto: dypiem

Hongkongs australische Sonne in einem Minicafé

Wie ein gebauter Sonnenschein strahlt das kleine Café aus dem Sockel eines tristen Betonhochhauses. Der Sonnenuntergang Australiens stand dafür Pate. Eine Gruppe von Hongkong-Chinesen, die in Australien studiert und gearbeitet hatten und die Leidenschaft für guten Kaffee teilten, initiierten das Projekt nach ihrer Rückkehr in die Heimat. Einer von ihnen ist inzwischen ein erfolgreicher Barista, ein anderer ein ebenso erfolgreicher Public-Relations-Manager. Das Café ist für sie der Ort, an dem sie ihre schönen Erinnerungen an Australien und den guten Kaffee mit den Einheimischen teilen. Today Is Long oder kurz TIL haben sie ihr Café getauft, mit dem sie einen sozialen Treffpunkt schaffen wollten.
Warmes Rot-Orange bestimmt den nur 30 m2 großen Raum. Die Farbe ist auch eine Referenz an Ayers Rock, den berühmten Sandsteinmonolithen im Norden Australiens. Auch die gebrannten Keramikfliesen im unteren Teil der Fassade sollen an die Textur des erdigen Sandsteins erinnern.

Die am Horizont untergehende Sonne wurde auf verschiedene Weise auf der Fassade durch Halbkreise thematisiert. Einer bildet in Form eines kurzen Tunnels den Begrüßungsbogen am Eingang. Er soll die Kundschaft von der Hektik der Stadt in die ruhige und entspannte Atmosphäre des Cafés gleiten lassen. Eine halbkreisförmige Wandvertiefung ist für den Take-Away-Counter vorgesehen. Der dritte, gekippte Halbkreis bildet das größte Fenster, das wie ein Schaufenster wirkt und viel natürliches Licht ins Innere lässt. Dort bildet ein voller Kreis, teils als Wandvertiefung, teils gemalt, den Hintergrund für den Sitzbereich. Ein schmaler Stehtisch ist an der Fassade angebracht, damit Kunden, insbesondere Hundebesitzer, ihren Kaffee im Freien genießen und gleichzeitig einen Blick in das Café werfen können. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Hong Kong University, wo auch viele Ausländer studieren, ist das Publikum jung und gemischt. Der Plan, ein sozialer Treffpunkt zu werden, ist aufgegangen.

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