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Stanton Williams, Royal Opera House, London

Im laufenden Betrieb: Sanierung des Royal Opera House in London

Mit der offiziellen Wiedereröffnung des Londoner Opera House geht eine dreijährige Umbauzeit zu Ende, in der vor allem die Erschließungsbereiche des Opernhauses völlig neu geordnet wurden. Wirklich geschlossen war das Gebäude jedoch nie: Die wesentliche Herausforderung an das Planungsteam lag darin, dass nicht eine einzige Vorstellung oder Probe den Bauarbeiten zum Opfer fallen sollte.

Erbaut wurde das Opernhaus im Bezirk Covent Garden in den 1850er-Jahren nach Plänen von E.M. Barry. In den 90er-Jahren schufen Dixon Jones und BDP einen Erweiterungsbau, auf den sich nun der größte Teil der neuerlichen Sanierung konzentrierte. Eine Ausnahme bildet die  ikonische, tonnengewölbte Eingangsfassade aus Stahl und Glas an der Bow Street, die ebenfalls noch von Barry stammt. Hier gestalteten Stanton Williams die Eingangssituation neu und entwarfen eine neue Stahl-Glasfassade im Erdgeschoss, die weiter Richtung Straße vorkragt und so mehr Platz für das dahinter liegende Foyer schafft.

Das umgebaute Hauptfoyer verbindet nunmehr die beiden Haupteingänge des Hauses an der Bow Street und an der Covent Garden Piazza miteinander. Über eine hufeisenförmige Treppenanlage öffnet sich der Raum außerdem zum Untergeschoss, wo es die zweite, größere Neuerung zu bestaunen gibt: Das Linbury Theatre wurde vom kleinen Studio-Theater in eine vollwertige Theater- und Opernbühne mit 400 Sitzplätzen umgewandelt.

Für Foyer bedienten sich die Architekten einer reduzierten, edlen Materialpalette aus Crema-Marfil-Marmor, Walnussholz, Messing und beigefarbenem Glattputz. Violett bezogene Sitzreihen verleihen dem Linbury Theatre eine feierliche Note mit einem Hauch Exzentrik. Und weil das Opernhaus künftig nicht nur zu den Vorstellungen, sondern ganztägig Besucher anziehen soll, darf auch ein adäquates Gastronomieangebot nicht fehlen. Zu finden ist dieses vor allem im Obergeschoss des Hauses. Dort gestalteten Stanton Williams die zuvor offene, vorgelagerte Dachterrasse Richtung Covent Garden Piazza zu einem verglasten Wintergarten um.

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Weitere Informationen:

Innenarchitektur
: Studio Linse (Restaurant) ,Drinkall Dean (Laden)
Projektsteuerung:
Platform I Equals Consulting
Kostenplanung:
Gardiner & Theobald
Bauleitung:
Rise Level 5
Lichtplanung:
Studio Fractal
Tragwerksplanung, TGA-Planung:
Arup

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