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Assemble, Goldsmiths Centre for Contemporary Art, London

In Kunst baden: Goldsmiths Centre for Contemporary Art in London

Im Jakobinischen Stil entstanden Ende des 19. Jahrhunderts die Laurie Grove Baths im Süden Londons. Architekt Thomas Dinwiddy verlieh dem Badehaus eine aufwändige Schaufassade zur Straße hin und Schwimmhallen mit den notwendigen Technikräumen im hinteren Teil des Ensembles. Als bedeutendes Bauwerk von allgemeinem Interesse steht es heute unter Denkmalschutz.

Bis in die 90er-Jahre dienten die Laurie Grove Baths unterschiedlichen Zwecken. Was mit Schwimmhallen und Waschmöglichkeiten für die Arbeiterklasse begann, entwickelte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einer Schaubühne für Jazzmusik und Rock’ n Roll.

Mit dem Verkauf an das Goldsmiths College der Londoner Universität folgte zunächst die Umnutzung der vorderen Gebäudeteile und Schwimmhallen zu Ateliers für die Kunststudierenden. Die weniger prunkvollen und eher industriell gehaltenen Technik- und Lagerräume im hinteren Abschnitt der Anlage blieben noch einige Zeit unangetastet, bis 2014 ein Wettbewerb zur Umgestaltung ausgelobt wurde, den das Londoner Büro Assemble gewann. Es überzeugte der sensible Umgang mit den vorhandenen Ressourcen und die behutsame Inszenierung der Besonderheiten des Bauwerks.

Von außen ist direkt ein neues Element sichtbar: Im Komplementärkontrast zur roten Backsteinfassade der historischen Bauteile stehen die angefügten Galerieräume, verkleidet mit türkisen Faserzementplatten.

Im Innenraum prägen offene Backsteinwände neben weiß getünchten Oberflächen den industriellen Charakter der Galerie. Die ehemaligen Wassertanks mit Wänden aus gusseisernen Paneelen sind nun begehbar und bieten Platz für Installationen und Performances. In tiefem Indigo lackierte Holzvertäfelungen und Treppengeländer in Petrol sorgen für einzelne Farbakzente. Die Lacke und viele der handgefertigten Elemente aus Beton und Keramik stammen von Assemble Builders, der dem Kollektiv Assemble zugehörigen Baufirma.

Auf einer Gesamtfläche von 1000 m2 erstrecken sich sieben neue Galerieräume, ergänzt von Veranstaltungsbereichen, Büros und einem Café.

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