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Industriecharme und Energieeffizienz - Bürogebäude Kesselhaus in Offenburg

Schüco, Sonnenschutzsystem, CTB, Kesselhaus, Offenburg

Bei der Sanierung des Industriedenkmals »Kesselhaus« wurden durch das sensible Wechselspiel von bewahrenden und erneuernden Maßnahmen schöne Büroräume geschaffen. Energiesparende Fassadentechnik steht dabei im steten Dialog mit historischen Fassaden.

Auflagen zur Baugenehmigung betrafen u.a. die Giebelseiten des Gebäudes, also die ehemalige Eingangsfassade im Norden, und die neue Eingangsfassade im Süden. Beide Giebelseiten sind optisch durch filigrane Stahlsprossenverglasungen geprägt. Um trotz dieser Einfach-Verglasungen im Inneren des Gebäudes das notwendige Maß an Sonnenschutz und Wärmedämmung zu gewährleisten, wurde in Verbindung mit einer von außen unsichtbaren zweiten Fenster­ebene eine Kastenfenster-Situation hergestellt, die mit Aluminium-Profiltechnik von Schüco aktuelle energetische Anforderungen erfüllt. Der zwischen den Ebenen integrierte textile Sonnenschutz leistet einen zusätzlichen Beitrag zum guten sommerlichen Raumklima des ansonsten unklimatisierten Gebäudes. Bauliche Veränderungen, die den Einzug der Bürogeschosse ermöglichten, legte man mit Rücksicht auf die historischen Giebelfassaden so an, dass diese davon optisch möglichst unbeeinflusst blieben. Nach neuen Büroraum-Maßstäben wäre der alleinige Lichteinfall durch die Giebelfassaden bei Weitem nicht ausreichend gewesen. Daher sah das Konzept der Architekten die Integration moderner raumhoher Fensterelemente mit Lüftungsflügeln zur Nachtauskühlung für die Ost- und Westfassade vor.

Die Maximierung des Tageslichteinfalls war für den Bauherrn von Anfang an ein wichtiges Thema. Raumhohe Fassadenverglasungen mit seitlichen Lüftungsflügeln, aber auch Dachverglasungen sollten diesem Wunsch entgegenkommen. Angesichts der großen Fensterflächen tauchte auch die Frage nach einem wirkungsvollen, optisch mit dem historischen Umfeld harmonisierenden Sonnenschutz auf. Die vertikale Struktur der Fassadenverglasungen sollte erhalten bleiben. In die Entscheidungsphase für das Sonnenschutzsystem fiel die Präsentation des Schüco Sonnenschutzsystems »CTB«. Dieses System überzeugte Architekten und Bauherrn aufgrund des kaum wahrnehmbaren Auftrags der nahezu flächenbündigen Integration in das Fensterelement und auch durch die dezente, filigrane Ansicht der schlanken Aluminiumlamellen. In der Anwendungspraxis haben sich mittlerweile auch die funktionalen Vorteile des Systems herausgestellt. Dazu gehören der angenehme diffuse Lichteinfall, der Lauf der Lamellenrollos, das Fehlen von Flattern und Pfeifgeräuschen auch bei höheren Windgeschwindigkeiten und nicht zuletzt die problemlose Automatisierung des Betriebs. Natürlich bleibt der Sonnenschutz in den Büros und Konferenzzonen individuell regelbar, zur Wahrung einer einheitlichen Fassadenoptik außerhalb der Geschäftszeiten wird der Sonnenschutz abends einheitlich heruntergefahren und morgens an allen Fenstern zeitgleich hochgefahren.

Dass ein denkmalgeschütztes Gebäude eines der ersten Objekte mit dem laut Schüco wegweisenden Sonnenschutzsystem ist, erfreut Architekten und Nutzer gleichermaßen. Nicht zuletzt weil es optimal in das klimabewusste Gebäudekonzept passt, das sich neben der modernen Fassadentechnik durch ein Heizsystem mit Grundwasserkühlung auszeichnet, über das das Gebäude im Sommer durch Konvektoren gekühlte Zuluft erhält.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 7+8/2010

Fassaden

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