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Innovationswerkstatt für intelligente Raum- und Gebäudesysteme

Wo die Zukunft bereits Gegenwart ist - das Fraunhofer-inHaus-Zentrum

Die europaweit einmalige Innovationswerkstatt für anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung für intelligente Raum- und Gebäudesysteme - das Fraunhofer-inHaus-Zentrum - feierte 10-jähriges Jubiläum. Badezimmerspiegel, die an die Einnahme von Medikamenten erinnern, sanft in den Schlaf schaukelnde Betten, Sensoren im Teppich, die im Bedarfsfall Alarm schlagen, wenn eine Person hilflos am Boden liegt, oder Hotelzimmer, die sich auf Knopfdruck in eine Familiensuite oder einen Tagungsraum verwandeln - das sind nur einige Beispiele aus der wunderbaren Welt des Fraunhofer-inHaus-Zentrums.

 

Links: Innovationen rund um das Thema "Wohnen". Rechts: Anwendungslabore für Nutzimmobilien. Fotos: Fraunhofer-inHaus-Zentrum
Links: Im inHaus1 erforschen, entwickeln, testen und demonstrieren die Fraunhofer-Forscher mit ihren Partnern Innovationen rund um das Thema "Wohnen". Rechts: Im inHaus2 liegen die praxisnahen Anwendungslabore für Nutzimmobilien. Fotos: Fraunhofer-inHaus-Zentrum

Das Fraunhofer-inHaus-Zentrum blickte im April 2011 auf zehn erfolgreiche Jahre voller partnerschaftlich realisierter Innovationen zurück. Es ist eine europaweit einzigartige Innovationswerkstatt anwendungsorientierter und marktnaher Forschung für intelligente Raum- und Gebäudesysteme. Die Vision der integrierten und intelligenten Räume und Gebäude mit überzeugendem Anwendungsnutzen in der Praxis Wirklichkeit werden zu lassen hat dabei immer den Antrieb gegeben.

Die Bandbreite der Beispiele ist weit: Es entstanden Demonstratoren, etwa für ein Service-Apartment für das Wohnen im Alter gemeinsam mit der Firma Mauser, oder Prototypen wie elektronische Haushaltszähler, die in einer Kooperation mit den Firmen Hager und RWE entstanden. Für den Bau relevant sind akustisch optimierte Betonflächen, die zusammen mit HOCHTIEF und Henkel entwickelt wurden. Hinzukommen Geräte, etwa ein EIB-ISDN-Gateway, den die Firmen Ackermann und Siemens mittlerweile auf dem Markt anbieten, Systeme, wie die dezentrale Heizungspumpe GENIAX der Firma Wilo, und komplexe Systemlösungen, zum Beispiel Mehrwertdienste für die Wohnungswirtschaft.

"Seit nunmehr einem Jahrzehnt bündeln wir im inHaus-Zentrum erfolgreich die Potenziale und Kompetenzen von mehreren Fraunhofer-Instituten und über 80 Wirtschaftspartnern, um dort zukunftsorientierte Produktkomponenten und Systemlösungen für Wohn- und Nutzimmobilien zu entwickeln, zu erproben und bis zur Marktreife zu führen",sagt Klaus Scherer, Leiter des Fraunhofer-inHaus-Zentrums (Gesamtmanagement). Darüber hinaus spielen gesellschaftliche Mehrwerte wie beispielsweise Energieeffizienz, Ressourcenschonung, Sicherheit und Umweltschutz im Fraunhofer-inHaus eine Rolle bei der Projektarbeit.

Eröffnet wurde das inHaus1, die Versuchsanlage für intelligente Wohngebäude am 3. April 2001. 2008 wurde das inHaus-Zentrum um das inHaus2 erweitert. Hier wird an Konzepten und Lösungen für Nutzimmobilien gearbeitet. Praxisnahe Anwendungslabore für die Themen "Bauen und Bauprozesse", "Gebäudebetrieb und Facility Management", "Health und Care", "Hotel und Veranstaltungsräume" sowie "Office" und "Wohnen" dienen als Schnittstelle zur Praxis und zum Markt. Das Hauptziel dabei ist, gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wirtschaft Lösungen zu entwickeln, die neue Märkte erschließen.

Im April erhielt das Fraunhofer-inHaus-Zentrum als besonderes Geschenk zu seinem runden Geburtstag auch die Auszeichnung als "Ausgewählter Ort" im Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen". Bei diesem Gemeinschaftswettbewerb der Standortinitiative "Deutschland - Land der Ideen" und der Deutschen Bank wählte eine Jury aus deutschlandweit 2600 eingegangenen Bewerbungen aus dem Bereich Kultur, Umwelt, Wirtschaft und Wissenschaft das inHaus-Zentrum zu einem ihrer 65 Gewinner aus dem Bundesland Nordrhein-Westfalen. "Die Vision von integrierten und intelligenten Räumen und Gebäuden mit hohem Anwendungsnutzen, hat uns dabei immer wieder den Antrieb gegeben. Wir freuen uns sehr, dass durch diesen Preis unsere Arbeit zusätzlich honoriert wird", freut sich Prof. Dr. Viktor Grinewitschus, Leiter Technik und Innovation des Fraunhofer-inHaus-Zentrums. (BS)

Weitere Informationen über das Fraunhofer-inHaus-Zentrum

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