You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken
PES Architects, Konzerthalle, Fuzhou

Jasminblüten und Keramik: Fuzhou Strait Culture and Art Centre

Die finnischen PES-Architects mit Hauptsitz in Helsinki eröffneten schon 2010 einen zweiten Standort in Shanghai. Nach einigen preisgekrönten Projekten in China ist nun das neuste Bauwerk des Büros das kürzlich eröffnete Fuzhou Strait Culture and Art Centre. Auf dem Gelände wurden fünf Hauptgebäude errichtet: eine Konzerthalle für klassische Konzerte, ein Opernhaus, ein Theatersaal, Ausstellungsräume für Kunst und ein Kino.

Die Grundrisse variieren in ihrer Dimensionierung, besitzen aber allesamt einen mandelförmigen Kern, der die Nutzungen beinhaltet. An diese innere Form schmiegt sich jeweils ein zugehöriger Gang, der alle Gebäude miteinander verbindet und die Wege zum zentral gelegenen Foyer leitet. Über den Erschließungsbereichen bilden begrünte Dachterrassen einen nahtlosen Übergang zum nebenliegenden Fluss Minijang und laden zum Spazierengehen ein.

Maßgeblich für die Fassaden innen und außen ist das Materialkonzept. In Zusammenarbeit mit dem taiwanesischen Keramikkünstler Samuel Hsuan-yu sind zwei verschiedene Akustikelemente entstanden: Im Opernhaus tanzen ornamentale Blüten in warmen Grautönen über die schwungvollen Formen der Wände, während der große Konzertsaal von facettenreichen und geometrischen Formen bespielt wird. Alle Wölbungen und Krümmungen der Oberflächen wurden mit der Software Odeon genau berechnet und auf die akustischen Anforderungen zugeschnitten.

Bambus als regionales Material ist in einigen Räumen als Nebendarsteller aufzufinden, wird aber zum Protagonisten der Mehrzweckhalle, die für Konzerte, aber auch für Veranstaltungen Platz bietet. Der Saal in klassischer Schuhschachtelform ist abgesehen vom goldgelben Bambus vollkommen in schwarz gehalten, was die Farbe hervorhebt und mittels punktueller Leuchtkörper zum Strahlen bringt.

Außen dienen schneeweiße keramische Lamellen vor den Glasfassaden als Sonnenschutz. Ihre unregelmäßige Anordnung sorgt für ein abwechslungsreiches Erscheinungsbild von außen und für spannende Schattenspiele im Innenraum. Die Maße und Proportionen wurden mithilfe von Programmen wie Rhinoceros und Grasshopper bestimmt, um in Hinblick auf den Lichteinfall die optimalen Abstände und Winkel zu ermitteln.

Kurze Werbepause

Aktuelles Heft
DETAIL 4/2019
DETAIL 4/2019

Farbe und Textur

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.