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Kalifornien setzt neuen "Green Building Code" in Kraft

Nach dem Nicht-Zustandekommen eines globalen Klimaabkommens in Kopenhagen liegen die Hoffnungen nun verstärkt auf Städten und Regionen, die die Vorreiterrolle im Klimaschutz übernehmen können. Zu den fortschrittlichsten unter ihnen zählt seit jeher Kalifornien, wo Gouverneur Arnold Schwarzenegger nun einen neuen, verpflichtenden Nachhaltigkeitsstandard für Gebäude angekündigt hat.

Das Gesetz, das zum 1. Januar 2011 in Kraft treten soll, macht Vorschriften zum Energie- und Wasserverbrauch von Gebäuden, aber auch zu den Emissionen und zur Recyclingfähigkeit verwendeter Baumaterialien. Der Wasserverbrauch von Neubauten soll um durchschnittlich 20% gesenkt werden und nur noch maximal 50% aller Bauabfälle auf Deponien enden. In Nichtwohngebäuden werden separate Wasserzähler für die Verbräuche innerhalb und außerhalb der Gebäude installiert, um die Wasserverschwendung für die Bewässerung von Freiflächen in den Griff zu bekommen. Für größere Grünanlagen sollen künftig nur noch Bewässerungsanlagen mit Feuchtesensoren zugelassen werden.

Auch im Bestand sind Maßnahmen geplant, etwa die verpflichtende Inspektion von Heizkesseln und Klimaanlagen in Nichtwohngebäuden über 10.000 Quadratfuß (rund 920 Quadratmeter). Insgesamt soll sich der Baubestand durch das Gesetz im Jahr 2020 so weit verbessern, dass gegenüber heute 3 Millionen Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. Diese Zahl verdeutlicht jedoch auch, dass der neue „Green Building Standards Code“ lediglich ein kleiner Baustein in einer groß angelegten Klimaschutz-Strategie sein kann: Bislang emittieren die 37 Millionen Kalifornier über 390 Millionen Tonnen des Klimagases pro Jahr.

Weitere, bereits länger in Kalifornien gültige Gesetze zielen daher auf die Förderung von Biodiesel, erneuerbaren Energien und alternativen Fahrzeugantriebe ab sowie gewähren Steuernachlässe für emissionsfreie Autos. Der 2006 verabschiedete „Million Solar Roofs Plan“, heute bekannt als „California Solar Initiative, soll bis 2018 Solarkraftwerke mit drei Gigawatt Gesamtkapazität entstehen lassen und dadurch ebenfalls drei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Nach Angaben der kalifornischen Regierung ist dies ebenso viel Klimagas, wie eine Million Autos in der gleichen Zeit ausstoßen.

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