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Kirchenanbau in Jerez

Das Haus der Heilig-Kreuz-Bruderschaft im andalusischen Jerez zwängt sich zwischen die Mauer der Kirche »San Juan de los Caballeros« und eine Natursteinfassade aus dem späten 18. Jahrhundert. Dieser schmale Schlitz ist eine Art konstruktiver Hohlraum, den die massiven Strebepfeiler der Kirche in drei Abschnitte gliedern. Um innen besser proportionierte und gut nutzbare Räume zu erhalten, ließen die Architekten bei der Sanierung die Geschossebenen aus dem 19. Jahrhundert vollständig entfernen. Decken und Böden, die Treppe sowie Wand- und Ausbauelemente erscheinen wie ein großes zusammenhängendes Holzmöbel, welches die ursprüngliche Konstruktion ersetzt, den vorhandenen Raum vollständig ausfüllt und sich mal in Objekt und mal in Bekleidung verwandelt. Ein neues Oberlicht erhellt den vertikalen Erschließungsraum, durch den dieses Möbel nach oben wächst. Bei archäologischen Untersuchungen freigelegtes gotisches Ziegelmauerwerk des ersten Kirchenbaus von »San Juan« und eine Quadersteinmauer der Renaissance-Erweiterung erinnern an Zeiten lange vor der Sanierung.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 11/2007

Umnutzung, Ergänzung, Sanierung

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