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Berger+Parkkinen Associated Architects

Kleid aus Keramiklamellen: Paracelsusbad in Salzburg

Das Paracelsusbad in Salzburg von Berger + Parkkinen ist ein Ersatzneubau für das in die Jahre gekommene Bad aus den 1950er-Jahren. Mitten in der Altstadt in der Nähe der Salzach gelegen, bildet es gemeinsam mit Kongresszentrum und einem Hotel den nördlichen Abschluss des Mirabellgartens, der zum gleichnamigen Schloss gehört. In dem sechsgeschossigen Baukörper, der die Höhe der benachbarten Gründerzeitbebauung aufnimmt, sind die Hauptfunktionen aus Platzgründen gestapelt: Im dreigeschossigen Sockel befinden sich das Kurhaus und die Umkleiden, über eine als Himmelsleiter angelegte einläufige Treppe erreicht man die darüber liegende Hauptebene des Schwimmbads. Hier decken ein 25-m-Becken, ein Kleinkindbecken, ein Sprungturm, eine Kletterwand, eine Röhrenrutsche und ein Relax-Becken mit Massagedüsen und Strömungskanal verschiedene Bedürfnisse vom sportlichen Schwimmen über die Erholung bis zum Freizeitspaß ab. Ergänzt wird das Angebot durch vier Saunen und Dampfbad auf der obersten Ebene, auf der sich auch ein Restaurant und eine großzügige Dachterrasse befinden.

Außen bestimmt ein Kleid aus weißen Keramiklamellen das Erscheinungsbild, das auf Höhe der Badeebene durch eine wellenförmige Verglasung unterbrochen wird, sodass sich hier ungehinderte Ausblicke auf die Altstadt und die umgebenden Berge bieten. Die Keramikstäbe setzten sich innen als wellenförmig geschwungene Decke fort: Über den Schwimmbecken bildet sie eine spektakuläre Raumskulptur und reicht bis ganz oben zum Dach, wo ein trichterförmiges Oberlicht viel Licht in die Innenräume lenkt.

Einen ausführlichen Essay zum Thema Schwimmbäder finden Sie in Detail 9.2021.

Weitere Informationen:

Landschaftsarchitektur: Idealice
TGA- und Elektroplanung: Technisches Büro Herbst
Bauphysik: Ingenieurbüro Rothbacher
Brandschutz: IBS-Technisches Büro
Fassadenberatung: MDE metal design engineering
Bäderplanung: sv.pf engineering
Leitsystem: büro uebele visuelle kommunikation

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
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