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Klostersanierung – in seeliger Gemeinschaft

Schlussendlich waren es noch neun Nonnen, die das 38.000 m² große Areal der 1899 gegründeten Abtei St. Gertrud in der Nähe von Passau bewohnten und bewirtschafteten. Das Kloster bestand aus verschiedenen Gebäuden: das alte „Joner-Schlösschen“ von 1797, das bereits in frühen Jahren als Klosterschule genutzt wurde, und der Hauptbau im romanischen Klosterstil von 1903. Eine eigene Kirche folgte in den 1950er Jahren sowie Neubauten in den 1970er und 1980er Jahren.

Schon länger dachte die Schwesterngemeinschaft über den Fortbestand und die Nutzung ihres Klosters und des Kindergartens nach. Durch eine zufällige Begegnung der Äbtissin mit Hans Lindner, Gründer der Lindner Group aus dem nahegelegenen Arnstorf, entstand die Idee gemeinsam mit der Hans Lindner Stiftung, die in Arnstorf ein ähnliches Mehrgenerationenhaus betreibt, ein neues Konzept zu entwickeln: In den ehemaligen Klosterräumen entstanden Appartements für Betreutes Wohnen, eine Tagespflege, ein ambulanter Pflegedienst und eine neue Kindertagesstätte. Auch die Schwesterngemeinschaft erhielt eigene Räume, um den Konvent weiterzuführen.

Für die Komplettsanierung und den barrierefreien, alters- und behindertenfreundlichen Umbau war die Lindner Group verantwortlich: Beginnend mit der Erneuerung des Abwassersystems, dem statischen Abriss und der Gebäudeentkernung über Brandschutzertüchtigungen bis hin zum altersgerechten Ausbau von Wohnungen und Aufenthaltsräumen sowie einem öffentlichen Café nebst Geschäfts- und Praxisräumen. Besonderes Augenmerk lag darauf, das historische Ambiente und die Prachträume bestmöglich im Original zu erhalten und im Sinne des Denkmalschutzes zu sanieren.

Neben dem barrierefreien Umbau bestand die größte Herausforderung im Brandschutz: Für die baulichen Brandschutzmaßnahmen arbeitete Lindner eng mit der GiB Gesellschaft für innovative Bautechnologie mbH zusammen und entwickelte zum Beispiel eine spezielle Konstruktion zur brandschutzgerechten Sanierung der historischen Geschossdecken in Holzbauweise.

Zusätzlich wurden drei neue Appartement-Bungalows errichtet sowie das ehemalige Schlossgebäude saniert. Hier finden sich neue Räume für die Kindertagesstätte und die Tagespflege für Senioren. Neben den umfänglichen Ausbauleistungen kamen unter anderem auch Lindner Holztüren, Parkettböden, Leuchten der Lindner Leuchtenfabrik sowie Norit-Fußbodenheizungen bzw. Norit-Trockenestrich und -schüttung zum Einsatz.

Weitere Informationen unter:

Bauen im Bestand

Brandschutz

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