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Kohlendioxid-neutral in 26 Jahren

Ökobilanz belegt die hohe Praxisrelevanz des LichtAktiv Haus Experiments

Das Hamburger LichtAktiv Haus hat geringere Umweltwirkungen, als ein vergleichbares DGNB-Referenzgebäude und erreicht nach nur 26 Jahren ein neutrales Treibhauspotenzial. Mit diesem zentralen Ergebnis unterstützt die Ökobilanz des deutschen Beitrags zum europaweiten VELUX Experiment Model Home 2020 die Annahme, dass die umfangreiche Modernisierung eines Bestandsgebäudes deutliche Vorteile gegenüber einem konventionellen Neubau haben kann – und das sogar auch dann, wenn wie beim LichtAktiv Haus zusätzlich ein Erweiterungsbau neu errichtet wird. Eine zweijährige Testphase wird nun weitere Erkenntnisse über Energieverbrauch und Innenraumklima liefern.

 

"Etwa die Hälfte der 39 Millionen Wohneinheiten in Deutschland ist zwischen 30 und 60 Jahre alt und energetisch modernisierungsbedürftig – gleichzeitig spielt der Energieverbrauch von Häusern eine zentrale Rolle für die Reduzierung der globalen CO2-Emissionen", erklärt Dr. Sebastian Dresse, Geschäftsführer VELUX Deutschland GmbH. "Das LichtAktiv Haus hat somit hohe Praxisrelevanz, denn es zeigt beispielhaft, dass sich auch bei bestehender Bausubstanz höchster Wohnwert bei gleichzeitiger Energieautarkie verwirklichen lässt".

Die von der TU Darmstadt durchgeführte Ökobilanz berücksichtigt den gesamten Lebenszyklus des LichtAktiv Hauses - von der Herstellung über den Betrieb und die Instandhaltung bis zur Entsorgung der Gebäudekonstruktion. Dabei sind die Nutzung der vorhandenen Primärstruktur des Bestandsgebäudes, die nicht mehr errichtet werden muss und deshalb ohne Umweltwirkung in die Bilanz eingeht, sowie die konsequente Ausführung des Neubaus als Holzbau ausschlaggebend dafür, dass die Umweltwirkungen der Gebäudekonstruktion teilweise erheblich unterhalb denen des DGNB-Referenzgebäudes liegen.

Zudem deckt das LichtAktiv Haus seinen gesamten Energiebedarf mit erneuerbaren Energien und produziert dank des intelligenten Energiekonzeptes im Betrieb mehr Energie, als von seinen Bewohnern und dem Gebäude selbst theoretisch verbraucht wird - vermeidet also mehr CO2-Emissionen, als es selbst durch den Verbrauch von Strom für Heizung und Warmwasser verursacht. Dies führt dazu, dass auch die Emissionen, die durch Herstellung, Instandhaltung und Entsorgung der Gebäudekonstruktion anfallen, mit fortschreitendem Betrieb abgebaut werden und das LichtAktiv Haus rein rechnerisch nach 26 Jahren ein neutrales Treibhauspotential erreicht - d.h. alle Treibhausgasemissionen, die bei Herstellung, Instandhaltung und Entsorgung anfallen, werden bis dahin vollständig eingespart.

Familie zum Testwohnen gesucht: Einezweijährige Testphase im Hamburger LichtAktiv Haus von VELUX soll nun weitereErkenntnisse für das Bauen und Wohnen der Zukunft liefern

Weitere Informationen zum VELUX LichtAktiv Haus finden Sie hier

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