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Kombiniertes On- und Offline-Zutrittskontrollsystem

Haefele, On- und Offline-Zutrittskontrollsystem

Das Herz-Zentrum Bad Krozingen ist als modernes Dienstleistungszentrum rund um die Kardiologie, Angiologie und Herz- und Gefäßchirurgie eine der führenden Einrichtungen seiner Art. Jährlich werden über 14000 Patienten stationär betreut. Im Oktober 2007 eröffnete das Herz-Zentrum einen neu errichteten Erweiterungsbau: das Helmut-Roskamm-Haus mit 135 Betten. Auch für eine Neukonzeption der Schließtechnik gab der Neubau den Impuls. Die zuerst dort realisierte Lösung wurde inzwischen auf den gesamten Gebäude-Komplex ausgedehnt. Die vielfältigen Anforderungen und die Größe der Anlage sprachen im Herz-Zentrum zunächst für ein Online-Zutrittskontrollsystem. Dabei werden Schließpunkte und Zutrittsberechtigungen zentral an einem Server verwaltet. Als Voraussetzung dafür hätten jedoch sämtliche Türen verkabelt werden müssen. Ein reines Offline-System wäre allerdings auch keine Alternative gewesen. Denn hier sitzt die »Intelligenz« in jeder einzelnen Schließkomponente. Bei Änderungen muss also jede einzelne Tür neu programmiert werden.

Die Lösung brachte in diesem Fall »Dialock Integra« von Häfele, ein kombiniertes Online-Offline-System. Dabei wird ein Online-Zutrittskontrollsystem um speziell ausgewählte Offline-Komponenten ergänzt. Raum- und sogar Möbeltüren, die mit Offline-Türterminals ausgestattet sind, lassen sich so in die zentrale Verwaltung der Zutrittsrechte mit einbeziehen. Bei den Offline-Terminals handelt es sich um speziell entwickelte Komponenten von Dialock. Die entsprechende Software greift über eine Schnittstelle direkt auf die Personal-Verwaltungssoftware des Herz-Zentrums zu. Die Zutrittsrechte für alle Offline-Komponenten werden täglich für jeden Mitarbeiter bei der Buchung der Zeiterfassung auf dem Transponder aktualisiert. Dialock Integra ist sehr flexibel und kann in diesem Ablauf jederzeit individuell verändert bzw. angepasst werden.

Sämtliche Außentüren des Herz-Zentrums sind über verstromte Online-Wandleser gesichert. 338 Innentüren zu Büro-, Technik- und Serviceräumen werden über Integra Offline-Komponenten in die Online-Lösung integriert. Dabei stehen verschiedene Komponenten wie zum Beispiel Profilzylinder oder ein Türterminal mit Drücker zur Auswahl. Beide Modelle lassen sich auf jede Normbohrung montieren. So konnten auch im Haupthaus des Herz-Zentrums die bestehenden Türen beibehalten und nachgerüstet werden. Vom Bewegungsablauf bieten Türterminals den höheren Bedienkomfort. Profilzylinder kommen deshalb nur an ausgewählten Türen zum Einsatz: Flurabschlüsse und die Glastüren in den Schwesternstationen wurden beispielsweise damit ausgestattet. Auch insgesamt 865 Möbeltüren sind Teil der Schließlösung: Schränke und Fächer in den Patientenzimmern und in einzelnen Büros sowie die Putzmittelfächer in den Kaffee-Inseln wurden über das elektronische Schrankschloss »Lockerlock Integra« eingebunden. Die Spinde und Wäschefächer in den Personal-Umkleideräumen sind über je eine zentrale Schließanlage gesichert. Über drei Wandterminals kann jeder Mitarbeiter seinen Garderobenschrank und sein Wäschefach öffnen.

Als klinikspezifische Sonderlösung können Pflegekräfte und Ärzte im akuten Einsatz mit ihrem elektronischen Schlüssel die Aufzugsteuerung auf Vorrang schalten. Die Anbindung an das Schließsystem erfolgt über Wandleser. Im Untergeschoss übernimmt dieser Leser eine Doppelfunktion: dem Aufzug gegenüber liegt ein Entsorgungsraum. Die doppelflügelige Tür ist mit einem Türterminal ausgestattet. Über den Wandleser am Aufzug kann ein Mitarbeiter mit Abfall-Transportwagen die Tür bereits einige Meter vorher aktivieren. An der Tür angekommen, steht diese dann bereits offen.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 9/2009

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