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Kommunikativer Wellengang: Neue Uferpromenade in Kopenhagen

Was Julien de Smedt vor über zehn Jahren am Ostufer des Inderhavne Kanals begann, hat er jetzt am Westufer fortgesetzt. Man könnte den Eindruck gewinnen dass Büro habe sich zum Ziel gesetzt den Kopenhagener Stadtraum sukzessive auf das Wasser zu erweitern. Nachdem sich das 2002, zusammen mit BIG fertiggestellte, Freibad »Islands Brygge« bei den Kopenhagener Bewohnern größter Beliebtheit erfreut, hat jetzt das gegenüberliegende Ufer »Kalvebod Brygge« das Potenzial, zum urbanen Pendant zu werden.

Architekten: JDS Architects, Kopenhagen
Standort: Kalvebod Brygge, 1560 Kopenhagen

Ein durch Funktionalität geprägter Innenstadtbereich der bislang als eher lebloses Geschäftsviertel galt, soll zum neuen Erholungsraum werden an dem städtische und maritimes Leben aufeinandertreffen.

»Kalvebod Bølge« oder »Kalvebod Waves«, wie die Architekten das Projekt getauft haben, lässt sich als Parklandschaft auf dem Wasser beschreiben. Drei bestehende Plätze wurden durch eine abwechslungsreichen Flaniermeile miteinander verbunden.

Breite und schmale Wege, teils mit Holz belangt, teils in Beton gegossen, schlängeln sich horizontal und vertikal über das Wasser, stets begleitet von variierenden Sitzgelegenheiten. Die unter den Erhebungen entstandenen Räume bieten Platz für den Kajak- und Kanuclub, sowie für Einrichtungen des Freibads. Die Gesamtform der Anlage wurde aus den Windbedingungen und der Sonneneinstrahlung generiert.

Während das nördliche, von Wegen umschlossene Becken mit seinem Strand für Schwimmer reserviert ist, dient das südliche Bassin dem Bootsverkehr. Die Strömung der Boote, die zu und von dem Wasserknotenpunkt pendeln, betont den aktiven maritimen Hintergrund des Ortes und sichert die Anbindung des Platzes an den Rest der Stadt.

Des weiteren bietet die südliche Platform eine hohe Flexibilität für kreative Veranstaltungen. So wurde an der »Kalvebod Brygge« ein neues urbanes Schaufenster für Events, Festivals und Messen geschaffen.

Mit seiner Nähe zum Hauptbahnhof, dem berühmten Vergnügungspark Tivoli und dem gegenüberliegenden »Islands Brygge«, haben die »Kalvebod Waves« das Potenzial zur Drehscheibe zu werden. Das große Spektrum an öffentlichen Aktivitäten bietet eine Chance die Verbindung zwischen Innenstadt und Hafen wiederherzustellen.

Die ursprünglich geplanten Rampen, die die gegenüberliegendem Freibäder mit der Langebro Brücke verbinden sollten, wurden leider nicht realisiert. Die Stadt Kopenhagen lehnte dies ab - aus Respekt vor der Integrität der Brücke.

Team: KLAR, JDS, Niras, Sloth Møller
Bauherr: Stadt Kopenhagen
Fläche: 4.000 m²
Budget: 7.000 000 €
Fertiggestellt: August 2013

Weitere Projekte zum Thema »Treppen, Rampen, Aufzüge« lesen Sie in unserer aktuellen AusgabeDETAIL 2014/4.

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