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Kopenhagen leuchtet - CO2-frei

Besonders erhellend waren die Resultate des Kopenhagener Weltklimagipfels im vergangenen Dezember nicht gerade. Dafür gab es rund um die Veranstaltung allerlei energieeffiziente Zukunftstechnologie zu bestaunen. Hierzu gehörten auch die ersten Straßenleuchten vom Typ „Gotham“, die ihre Energie komplett aus Photovoltaik gewinnen und übers Jahr sogar einen Stromüberschuss ins Netz einspeisen.

Kopenhagen, Gotham, Straßenleuchten, 3XN, Photovoltaikmasten
Foto: Adam Mork/Scotia

„Gotham“ ist ein Kooperationsprojekt des neu gegründeten dänischen Leuchteununternehmens Scotia ApS, des Architekturbüros 3XN sowie mehrerer weiterer Ingenieurbüros und Hersteller – darunter auch der deutsche Solarzellenfabrikant Q-Cells. Basis ist ein mit Photovoltaik bestückter Mast, den Scotia entwickelt hat und der mit unterschiedlichen Leuchtenköpfen kombiniert werden kann. Die Solarzellen liefern laut Hersteller auch bei der in Skandinavien üblichen, vergleichsweise geringen Solarstrahlung und niedrigen Sonnenständen noch eine gute Stromausbeute. Dazu trägt auch die Tatsache bei, dass die Zellen senkrecht im Mast angebracht sind – Schnee kann die Photovoltaikelemente auf diese Weise nicht verdecken.

Kopenhagen, Gotham, Straßenleuchten, 3XN, Photovoltaikmasten
Foto: Adam Mork/Scotia

Die Masten sind in Höhen zwischen 4 und 10 Metern erhältlich und liefern zwischen 80 und 400 kWh Strom pro Jahr, der ins Netz eingespeist wird. Bei den sieben „Gotham“-Leuchten, die vor Tagungsort des Klimagipfels, dem Kopenhagener Bella Center, errichtet wurden, kombinierte Scotia 8 m hohe Photovoltaikmasten mit einem von 3XN entworfenen Leuchtenkopf auf Basis von LED-Leuchtmitteln. Um das Licht genau dorthin zu lenken, wo es benötigt wird – nämlich Richtung Boden – entwickelte das italienische Unternehmen ein Prismenraster, das speziell auf die punktförmigen LED-Lichtquellen abgestimmt ist.

Der jährliche Stromertrag der Leuchten liegt laut Scotia bei mindestens 250 kWh. Die Leuchtenköpfe sind mit 2x60 Watt LEDs bestückt, die pro Nacht nur rund 5,5 Stunden lang betrieben werden. Das ergibt einen jährlichen Verbrauch von 241 kWh – also etwas weniger als der Jahresertrag. Verglichen mit einem herkömmlichen Leuchtenmodell, wie es zuvor am Bella Center in Betrieb war (Leistungsaufnahme 250 W) spart jede der neuen Leuchten laut Scotia rund 170 kg CO2-Emissionen ein.

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