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Kulturgut mit deutschen Wurzeln in der »Villa Kamogawa« in Kyoto

Thonet, S 411, Sessel, Interior, Einrichtung, Villa Kamogawa, Kyoto
Alle Fotos: Andreas Schiekofer

Der Umbau des Goethe-Instituts in Kyoto zur Künstlerresidenz Villa Kamogawa, einem Wohnhaus für Stipendiaten aus dem Kultursektor, wurde im April abgeschlossen. Das deutsche Kulturinstitut hat sich für einen Teil der Einrichtung für Produkte von Thonet entschieden. Berühmte Stahlrohr-Klassiker wie der Sessel »S 411« und die Satztische »B 9 a-d« sowie neuere Entwürfe, darunter das Stuhl- und Tischprogamm »404/1404« von Stefan Diez und Beistelltische der Serie »1010« von Marc Venot, hielten so Einzug in die Bibliothek und das Café der Künstlerresidenz in Kyoto.

Das Goethe-Institut steht seit seiner Gründung 1963 für eine Förderung deutscher Kultur in Japan. 2007 fiel die Entscheidung, das Institut zu einer Künstlervilla umzustrukturieren. Das lokale Architekturbüro Gen Plan lieferte ein überzeugendes Konzept für eine behutsame Anpassung der Liegenschaft an die neue Nutzung als Wohn- und Arbeitsraum für kulturschaffende Stipendiaten. Nach über zwei Jahren Planung konnte der Umbau dann innerhalb von sieben Monaten realisiert werden. Mit der Villa Kamogawa in Kyoto ist so die erste Künstlerresidenz des Goethe-Instituts in eigenen Räumlichkeiten geschaffen worden. Vier Apartments stehen für die Stipendiaten zur Verfügung. Im Erdgeschoss sind die Bibliohek und das Café für die Öffentlichkeit zugänglich und hier befinden sich auch die Möbel von Thonet.

Als Traditionsunternehmen, bekannt für Produkte mit hohem Qualitäts- und Designanspruch, Langlebigkeit und Einrichtungskultur, passt Thonet für Institutsleiter An­dreas Schiekofer hervorragend zu den Leitideen des Kulturinstituts. Thonet steht im Möbelbau für Tradition und Innovation, diese Werte wollte man auch im Umbau zum Ausdruck bringen. Deshalb wählte man sowohl Stahlrohr-Klassiker als auch das aktuelle Programm von Stefan Diez.

Im »Café Müller«, benannt nach dem gleichnamigen Tanztheaterstück der berühmten Choreografin Pina Bausch, kann man authentische Kaffeehauskultur erleben und traditionelle Speisen und Getränke aus Deutschland kosten. Ob Schwarzwälder Kirschtorte, Frankfurter Kranz, bayrische Weißwurst mit Brezn, Wein oder Bier: auf original Thonet- Stühlen, dem Holz-Programm von Stefan Diez (»404 SPF«) – einer Neuinterpretation des berühmten Kaffeehausstuhls »214« – kommt man der deutschen Kultur ein Stück näher. Die Holz-Beistelltische des Programms »1010« von Marc Venot können bei Bedarf hinzugeholt werden. Ergänzend befinden sich im Gartenbereich Outdoor-Stahlrohrmöbel, das Stuhl- und Tischprogramm »S 40«/»S 1040«.

Die bequemen Stahlrohr-Klassiker S 411 sowie die komfortabel gepolsterten Sessel der Serie von Stefan Diez (»406 PF«) ermöglichen in der dem Café angeschlossenen Bibliothek entspannte Lesestunden dank eines umfassenden Bestands der Kunst und Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts, deutscher Literatur und aktueller Tageszeitungen. Hier kommen auch die Stahlrohr-Beistelltische B 9 a-d zum Einsatz. Für kurze Gespräche und Kaffepausen eignen sich zwei Barhocker »404 H« mit dem ergänzenden Stehtisch »1410« des Stefan-Diez-Programms. Zum Lernen und Arbeiten stehen weiterhin vier elegante Freischwinger von Glen Oliver Löw (»S 61«) in der lichtdurchfluteten Bibliothek zur Verfügung. Direkt an einem großzügigen Arbeitstisch vor der breiten Fensterfront platziert, wird hier ein Blick nach draußen gewährt.

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