You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken

Kulturhaus Engerwitzdorf mit Leichtmetall umhüllt

Prefa, Prefalz, deluxe, Gärtner, Neururer, Aluminiumfassade, Kulturhaus, Engerwitzdorf

15 km östlich von Linz, direkt an der A7, liegt Engerwitzdorf in Oberösterreich. Nun haben der Engerwitzdorfer Musikverein, die Sängerrunde und die ortsansässige Theatergruppe ein neues Zuhause im Kulturzentrum erhalten. Zusätzlich zu bestehenden In­itiativen bietet der neue Veranstaltungssaal die Möglichkeit, das Engerwitzdorfer Kulturleben mit externen Konzerten und Unterhaltungsveranstaltungen zu bereichern. Die Architekten Gärtner + Neururer aus Vöcklabruck haben den geladenen Wettbewerb für sich entschieden und wurden mit der Planung und Ausführung des Kulturhauses beauftragt.

Prefa, Prefalz, deluxe, Gärtner, Neururer, Aluminiumfassade, Kulturhaus, Engerwitzdorf

Architekt Dietmar Neururer hatte die klare Vorstellung einer Fassade, die wie Stanniolpapier das Gebäude umhüllt. »Gefragt war die regelmäßige Unregelmäßigkeit von Schokoladenpapier«, erinnert sich Peter Kopp, Architektenbetreuer der Firma Prefa für den Raum Oberösterreich und Salzburg. »Das Material sollte flächig auf der Fassade sitzen und aus der Ferne leicht zerknittert wirken. Ein solcher Effekt ist nur mit Aluminium zu erreichen. Die Wahl fiel auf "Prefalz deluxe" von Prefa GmbH in der Farbe Delphin, das durch seine Geschmeidigkeit leichter zu verformen ist als die meisten vergleichbaren Falzmaterialien.« Um die gewünschte Unregelmäßigkeit bei Dach und Fassade zu erzielen, wurde das Aluminium in verschieden lange Bahnen geschnitten und verfalzt. Architekt Dietmar Neururer ist vom robusten Leichtmetall überzeugt: »Uns hat vor allem die Oberfläche des geschliffenen Aluminiums fasziniert. Je nach Betrachtungswinkel ergeben sich im Metall verschiedene Farbnuancen. Obwohl beide Baukörper mit dem gleichen Produkt verkleidet wurden, erstrahlen sie immer ein bisschen anders. Diesen Außencharakter des Gebäudes wollten wir auch in das Innere holen. Dach, Fassade und Foyer verschmelzen zu einer Einheit. Die Kühle des Metalls haben wir bis in die Galerie gebracht und dort in direkten Kon­trast zur roten Holzverkleidung von Wänden und Decke gesetzt.« Beschichtetes Aluminium erweist sich als weitaus widerstands­fähiger als herkömmliche Dach- und Fas­sadenmaterialien. Das Leichtmetall kann weder rosten noch brechen. Durch das geringe Eigengewicht von 2,3 bis 2,6 kg/m² und die gute Formbarkeit setzt Aluminium der kreativen Dach- und Fassadengestaltung kaum Grenzen.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 12/2010

Architektur und Recycling

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.