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Büro- und Ausstellungsgebäude von Manuel Costoya bei Murcia, Foto: David Frutos

Kunststoffhülle mit Zwiebelprinzip: Büro- und Ausstellungsgebäude von Manuel Costoya bei Murcia

Zwei Nutzungen wollte der Betonfertigteilhersteller Montalbán y Rodríguez in dem Neubau vereinen, den er bei Manuel Costoya und seinem Architekturbüro MCEA in Auftrag gab: Büroräume für die Angestellten und Ausstellungsflächen für das eigene Produktportfolio, das von Kanalrohren über Straßenpflaster bis zu Fertigelementen für Kolumbarien reicht. Beton wurde in dem Gebäude auf dem Werksgelände außerhalb von Las Torres de Cotillas bei Murcia jedoch nur wenig verbaut. Ein Tonnendach aus Sandwichelementen mit Stahl-Trapezblech überwölbt die Innenräume, die Fassaden bestehen aus 40 mm starken Polycarbonatstegplatten. Wobei „bestehen“ die Sache nicht ganz trifft, denn die Gebäudehülle ist konsequent nach dem Zwiebelprinzip aufgebaut. Statt den Innenraum in einen Büro- und einen Ausstellungsteil zu trennen, stellten die Architekten rund ein halbes Dutzend Bürokuben in die Halle und umgaben sie mit den Erschließungs- und Ausstellungsflächen. Diese dienen zugleich als thermischer Pufferraum, denn nur die Büroräume sind voll klimatisiert. Die Energie dafür stammt aus einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des benachbarten Carports. Eine 100 mm dicke Dämmschicht in den Außenwänden der Kuben trennt die Büros thermisch vom Rest der Halle. Um die Heiz- und Kühllasten zu minimieren, ist auch die äußere Gebäudehülle mehrschalig aufgebaut. Einen knappen Meter hinter den Polycarbonatstegplatten befindet sich eine zweite Haut aus Isolierverglasungen im oberen Bereich und Metall-Sandwichelementen im unteren Fassadenbereich der Ausstellungsflächen. Letztere lassen sich manuell zur Seite schieben und ermöglichen so ein einfaches Wärmemanagement: Im Winter sind sie geöffnet, sodass die im Fassadenzwischenraum vorerwärmte Luft weiter in die Halle strömen kann. Im Sommer bleiben sie geschlossen und die heiße Luft aus dem Fassadenzwischenraum kann über Lamellenöffnungen im oberen Fassadenteil wieder ins Freie entweichen.

Weitere Informationen:

TGA-Planung: Federico García Salmerón, Federico García Murcia, Jesús Tomás Murcia Romero
Mengen- und Kostenermittlung: María José González Vicente
SiGeKo: Pablo López Segado
Bauunternehmen: Tecopsa

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