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Foto: Takumi Ota

Lasst die Puppen tanzen: Beishu Gallery in Tokio

Den beiden Architekten Ryuichi Sasaki und Rieko Okumura wurde die Aufgabe zuteil, das Erdgeschoss von Beishu, die Beishu Gallery in Tokio, in ein multifunktionales Ensemble zu verwandeln. Entstanden ist ein geschickt zonierter Raum, der die Puppen perfekt in Szene setzt.

Die Galerie korrespondiert mit ihrer Umgebung. Anstatt einer massiven Fassade gibt es leicht wirkende Glasflächen, die ein Verlauf aus Punkten ziert. Wie eine Art Wolke sieht die weiße Beschichtung aus. Mal enger, mal weiter gepunktet, lässt sie Licht nach außen und Blicke nach innen zu.

Im Inneren bietet sich ein Bild aus angenehmen Cremeweiß- und Erdtönen. Kombiniert mit akzentuierter Beleuchtung kreiert man ein warmes Wohlfühlambiente.

Eingangsbereich und Galerie im vorderen Teil sind variabel gestaltbar. Das Möblierungskonzept ist auf maximale Flexibilität ausgerichtet: Präsentationsflächen, die wie große Boxen aussehen, sind verschiebbar. Auf ihnen finden die japanischen Kaiserpuppen ihren Platz. Mittels Hängeleuchten erzielt man exakte Ausleuchtung sowie einen präzisen Schattenwurf.

Der hintere Bereich ist das eigentliche Herzstück der Galerie: der Ausstellungsraum. Auf raumbreiten Regalflächen aus Stahl stehen hier, getreu dem Motto: »Qualität vor Quantität«, immer nur einzelne Puppen oder Puppenpaare auf den Ebenen. Geschickt konstruiert entfalten sich die Regale zu kleinen Bühnen für die Werkstücke. Sie vermitteln zudem einen leichten Charakter, da sich die konstruktiven Elemente in den Wänden verbergen. Von vorne betrachtet fügen sie sich zu einem vielschichtigen, sich überlagernden Bild zusammen. Die multiplen Ebenen der Präsentationsflächen verleihen dem Raum zusätzlich Tiefe. Außerdem ermöglichen sie, ob ihrer Höhe, zwischen und unter den Regalen hindurchzugehen um die Puppen noch näher betrachten zu können.

Ein Besuch lohnt sich nicht nur für Puppenliebhaber, sondern für jeden, der traditionelles Handwerk inmitten von effektvoll inszeniertem Raumdesign schätzt.

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Weitere Informationen:

Design: Ryuichi Sasaki, Rieko Okumura, Gen Sakaguchi, Michal Rogozinski
Beleuchtungskonzept: Kazuhiro Nagashima (CHIPS LLC), Natsuha Kameoka (Lighting Sou)
Fläche: 80,7 qm
Homepage: Sasaki Arquitecture http://www.ryuichisasaki.com
Atelier O http://www.atelier-0.com

 

 

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