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Leitfaden statt Vorgaben für ehemaliges Pfaff-Areal in Kaiserslautern

Das 1862 gegründete Nähmaschinenwerk Pfaff ist für die Stadt Kaiserlautern sowohl wirtschaftlich bedeutend als auch identitätsbildend. Infolge der Verlagerung des Unternehmens an den Stadtrand entsteht die Möglichkeit, das brachliegende Gelände im Sinne des Wandels der Industriestadt Kaiserslautern zu einem wissens- und technologieorientierten Standort einer neuen Bestimmung zuzuführen.

Leitfaden statt Vorgaben in Kaiserslautern für ehemaliges Pfaff-Areal, Flächenaufteilung
Flächenaufteilung

Wichtige Anknüpfungspunkte für die Gebietsentwicklung sind die südlich des Pfaff-Areals liegende Technische Universität Kaiserslautern mit dem angrenzenden Uni-Park und den hier angesiedelten Instituten sowie das im Nordosten gelegene Westpfalz-Klinikum. Bei der Gebietsentwicklung sollen die Themen „Forschung, Labore, Dienstleistungen“ sowie „Gesundheit, Wellness und Sport“ im Vordergrund stehen. Durch eine Nutzungsmischung und die Einbindung des Wohnens soll ein urbaner, lebendiger Standort entwickelt werden.

Leitfaden statt Vorgaben in Kaiserslautern für ehemaliges Pfaff-Areal, Nutzungsplan
Nutzungsplan

Gewinner: Pattern for Progress
Team: Jeroen Van Aerle, Beerd Gieteling, Jeroen Van Poppel, Philippe Rol (alle Niederlande)

Leitfaden statt Vorgaben in Kaiserslautern für ehemaliges Pfaff-Areal, Hauptachse
Hauptachse

Das Projekt reicht weit über das reguläre Spektrum einer städtebaulichen Arbeit hinaus. Es bietet keine fertige Lösung, sondern beschreibt einen Entwicklungsprozess, dessen Ansatz zu exemplarischem Arbeiten und zum Beschreiten neuer Wege auffordert. Dabei werden alle Beteiligten aktiviert, Bewegung, Veränderung und Entwicklung werden initiiert. Gemeinsame Reflektion und Transformation unterschiedlicher Szenarien statt der tradierten Städtebauregeln motivieren hier die Architekten, Bauherren und Nutzer, sich neu zu orientieren.

Leitfaden statt Vorgaben in Kaiserslautern für ehemaliges Pfaff-Areal, Rendering

Ein einfaches Regelwerk, um sich schnell in komplexe Bestandssituationen einzufinden, ist Teil des Projektes. Es werden 5 Bereiche des Plangebietes definiert, diese Teilbereiche werden dann phasenweise entwickelt. So wird die langsame, dabei aber nachhaltige Transformation der Areale in Bewegung gesetzt. Strategien der kontrollierten Selbstüberlassung mit so genannten „Trendsettern“ haben sich im Umgang mit städtebaulichen Brachen bereits bewährt. Die ganzheitliche Betrachtungsweise, das analytische und prozesshafte Verständnis und daraufhin das Ziehen der richtigen Schlüsse führen zu einer außergewöhnlichen Bandbreite, Tiefe und hohem Umsetzungspotenzial des Projektes.

Leitfaden statt Vorgaben in Kaiserslautern für ehemaliges Pfaff-Areal, Rendering
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