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Crematorium Siesegem, KAAN Architecten

Letzte Ruhe: KAAN Architecten gestalten Crematorium Siesegem

Am Stadtrand des belgischen Aalst betten KAAN Architecten das Krematorium in eine hügelige, bewachsene Topografie ein. Trotz seiner Außenmaße von 74 m schmiegt sich der monolithische, flache Baukörper förmlich in die Umgebung. Die Sichtbetonfassaden werden rundum immer wieder von flächigen Ausnehmungen unterbrochen, die entweder verglast sind oder als Öffnungen die umgebende Natur in das Gebäude miteinbeziehen.

Im Inneren des Crematorium Siesegem konzentrieren sich KAAN Architecten auf eine schlichte, aber kraftvolle Gestaltung, die den Grundriss selbsterklärend macht und den Besucher durch den Bau leitet. Besonders wichtig ist auch die Koexistenz von Technik und Spiritualität. Was den Hinterbliebenen in anderen Krematorien verborgen bleibt, wird hier respektvoll in Szene gesetzt und Teil der Zeremonie: die Verbrennungsöfen, die durch Glaswände einsehbar sind.

Betreten wird der Baukörper an der südwestlichen Ecke, wo er sich in einem Patio zur Landschaft hin öffnet und die Besucher empfängt. Direkt im Anschluss gelangt man in eine helle Empfangshalle. Lediglich manche Zonen der Crematorium Siesegem sind zweigeschossig ausgeführt. Ansonsten verleihen Raumhöhen von über 6 m einen luftigen, lichtdurchfluteten Charakter. Während Cafeteria, Dienstboteneingang, Technik und administrative Flächen nach Süden bzw. Norden ausgerichtet sind, befinden sich die beiden Zeremonienhallen in der Mitte. Diese gliedern sich jeweils in den Bereich für die Abschiedsfeier selbst, einen Familien-, sowie einen Kondolenzraum. Rückseitig sind sie über Glasflächen zu grünen Patios hin orientiert. Mit Bedacht ausgewählte Materialien vermitteln Ruhe und Gelassenheit. Neben Ceppo di Gré Marmor, kleiden grober Strukturputz, schalldämpfende Akustikdecken und warmes Eichenparkett die Oberflächen. Mittels gelb-beiger Details setzen KAAN Architecten farbige Akzente im Krematorium, die symbolisch für die Vergänglichkeit stehen.

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