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Wohnatelier in Hamburg, studio andree weissert

Lichtdurchfluteter »Wintergarten«: Wohnatelier in Hamburg

Eine räumliche und akustische Entzerrung der divergierenden Lebensbereiche wünschte sich deshalb die Eigentümerin eines 85 Quadratmeter großen Wohnateliers in der obersten Etage ­einer dreigeschossigen Gründerzeitvilla in Hamburg-Altona – und führte damit den Architekten Andree Weissert in ein gestalterisches ­Dilemma.

Die Räume befanden sich zwar in ­einem renovierungsbedürftigen Zustand, ihr Zuschnitt atmete jedoch eine nicht selbstverständliche Weitläufigkeit. Um diese optisch zu erhalten, übernimmt nun eine teilverglaste Wand aus profiliert gefügtem Furniersperrholz die Trennung zwischen Wohnküche und Atelier. Sichtkontakt ist erst ab einer Höhe von 1,30 Metern möglich. So kann die gesamte Raumtiefe nach wie vor erlebt werden, ohne direkten Einblick auf die Tätigkeiten im jeweiligen Nachbarraum zu gewähren. Zwei große Schiebeelemente erlauben es, den Arbeitsbereich komplett zu separieren.

Jenseits der zentralen Erschließungszone mit Diele und Bad befinden sich die akustisch sensiblen Nutzungen wie Schlafen und Musizieren hinter einer entkoppelten Vorwandschale. Sie verfügen über einen schwimmend verlegten Parkettfußboden auf Trockenestrich. Für konstruktive Klarheit sorgt eine neu gesetzte Trennwand zwischen Küche und Bad. Genau unter dem First liegend, übernimmt sie die ihr ursprünglich zugedachte tragende Funktion. Im oberen Drittel ist sie ebenfalls verglast. Zusammen mit den vorhandenen Oberlichtern verwandeln die teilverglasten Wände den belebten Wohn- und Arbeitsbereich in einen flächenmäßig zwar geteilten, jedoch räumlich entgrenzt erlebbaren, lichtdurchfluteten »Wintergarten« mit vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten.

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Eine ausführliche Print-Dokumentation zum Projekt »Wohnatelier in Hamburg« finden Sie in unserer aktuellen Ausgabe DETAIL inside 2015/2.


weitere Informationen:

Tischlerarbeiten: Matthias Calporides
Fenster, Türen: Fecon; Tischlerei Dühren
Trockenbau: Christoph Kather
Elektrik: Jens Grimmini
Haustechnik: Kai Seeger

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
INSIDE I2/2015
Inside 2/2015

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