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Eröffnung Sara Kulturhus, Foto: Sven Burman, Visit Skellefteå

Man erntet, was man sät: Eröffnung Sara Kulturhus

Seit dem Wettbewerb im Jahre 2015 fieberten alle Beteiligten auf diesen Moment hin. Am 8. September war es endlich soweit. Das Sara Kulturhus in Skellefteå wurde im Rahmen einer feierlichen Zeremonie eröffnet. Was zu Beginn der Planung noch als hybride Holz-Beton-Konstruktion denkbar war, wurde schnell zu einem revolutionären Holzbauprojekt, das nun als eines der höchsten Holzhochhäuser der Welt fertiggestellt wurde.
Die Zeremonie fand auf einer der Dachterrassen des Gebäudes statt und wurde von einem schwedischen Kamerateam begleitet. Der wichtigste Programmpunkt war das Pflanzen der für den Bau verwendeten Baumarten. Diese Geste sollte zeigen, wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit für dieses Projekt war und dass man der Erde wieder zurückgibt, was man ihr genommen hat.

Die Eröffnung rief große Begeisterung bei allen Beteiligten vor. So auch bei der Leiterin des Theaters Fransesca Quartey: „Was mich am glücklichsten macht, ist, dass die Verantwortlichen den Mut hatten dieses Projekt umzusetzen. Auch wenn sie nicht auf alles eine Antwort hatten und nicht wussten auf was für eine schwierige Reise sie sich begeben haben. Sie waren entschlossen es einfach trotzdem zu machen.“
Der Bürgermeister der Stadt sieht das neue Kulturzentrum als Anziehungspunkt, der der Abwanderung aus der Region entgegenwirken soll. „Es werden neue Jobs geschaffen und die Kultur stellt einen wichtigen Faktor für Wachstum dar. Ohne Kultur kein Wachstum. Bei dem Wettbewerb 2015 war es uns ein Anliegen, ein Kulturzentrum in Auftrag zu geben, das alles unter einem Dach vereint und somit zu jeder Tageszeit Leben in die Stadt bringt. Ein lebendiges Haus.“ Genau das sei den Planern von White Arkitekter geglückt.
Die beiden Hauptverantwortlichen des Büros White Arkitekter Robert Schmitz und Oskar Norelius zeigten sich sehr zufrieden mit der Umsetzung ihrer Planung, auch wenn einige Details nicht ganz nach ihren Vorstellungen ausgeführt wurden. Ihr Ziel war es, „ein Gebäude zu schaffen, dass den Menschen das Gefühl gibt, es nutzen zu können, wenn sie es betreten. Ein Bau, der schon von Weitem als Anziehungspunkt fungiert und aus der Nähe mit seiner aus Holz realisierten Höhe beeindruckt.“
Die Zufriedenheit reicht bis zu den zukünftigen Nutzern des Kulturzentrums. Eine Mitarbeiterin der Bibliothek freut sich ebenfalls über den neuen Standort und die Möglichkeiten, die sich durch die Verschränkung mit den anderen kulturellen Einrichtungen auftun. „Die neue Bibliothek ist zwar kleiner als zuvor, aber durch das neue Kinderkino und Schreibkurse für Teenager sowie erweiterte Öffnungszeiten sind wir davon überzeugt, in Zukunft noch mehr Menschen in Skellefteå zu erreichen.“

Alles unter einem Dach: Ausstellung zum Sara Kulturhus von White Arkitekter.

Über das Projekt werden wir ausführlich berichten in Detail 12.2021.

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