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Maßgeschneiderte Fassade für Bürohaus in Birmingham

Reynaers, Vorhangfassadensystem, CW 50, CW 60, Brindley-Place, Birmingham

Brindley-Place, ein 17 ha großes Grundstück in der Nähe des Stadtzentrums von Birmingham, wurde von einem verlassenen, ehemaligen Industrieareal in ein neues urbanes Viertel umgestaltet. Diese Erneuerung, letztendlich realisiert von den Entwicklern Argent, mit den Masterplänen von Terry Farrell und John Chatwin und der Entscheidung des Stadtrats, dem Gebiet einen neuen Nutzen zu geben, verlief nicht ohne Schwierigkeiten. Brindley-Place war im 19. Jahrhundert ein Symbol des industriellen Machtzentrums von Birmingham. Doch wie überall in Großbritannien brach auch hier die Fertigungsindustrie im 20. Jahrhundert zusammen, und seit den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts standen die Gebäude in diesem Viertel leer. Es bedurfte großer Anstrengungen, diesem Konglomerat ehemaliger Fabrikgebäude neues Leben einzuhauchen. Die Wirtschaftskrise in den frühen neunziger Jahren erschwerte die Angelegenheit. Was die neue Entwicklung trotz der Vielfalt an Stilen und Formen zusammenhält, ist das im Masterplan definierte Ziel, eine Zone für Fußgänger zu schaffen, in Kombination mit Arkaden für eine durchlässige untere Gebäudezone.

Reynaers, Vorhangfassadensystem, CW 50, CW 60, Brindley-Place, Birmingham

Die britische Design-Überwachungsorganisation CABE sieht die Gesamtentwicklung als Erfolg und lobt das ausgeprägte Raumgefühl, die öffentlichen Plätze und die gestalterische Antwort auf den Kanal. Das neue Gebäude von Glenn Howells entstand an einem schwierigen Standort. Auf einem dreieckigen Grundstück hinter einem architektonisch wenig überzeugenden Hotelkomplex sollte ein Bau mit Potenzial zum Wahrzeichen entstehen. Während viele der umliegenden Gebäude in dem neu zu entwickelnden Gebiet in einer Backsteinfassade oder in gleichmäßiger und niedrigerer Höhe gebaut sind, präsentiert sich der neue Bürogebäudekomplex schlank und hoch, eingefasst in Fenster mit eloxierten Rahmen und bestehend aus zwei unterschiedlichen Gebäudeteilen, die von einem Glaskern zusammengehalten werden. Die für die Fassaden eingesetzten Reynaers-Systeme – speziell entwickelte Lösungen, die auf den Vorhangfassadensystemen »CW 50« und »CW 60« basieren, sowie die Türen aus der Serie »CS 68« in bronze-eloxiertem Aluminium – sind Bestandteile eines maßgeschneiderten Fassadendesigns, das am Reynaers-Standort im belgischen Duffel getestet wurde. Das Konstruktionsunternehmen Glamalco war von Anfang an am Projekt beteiligt und hatte unmittelbaren Einfluss auf den Entwicklungs- und Design­prozess. Dank der entscheidenden Eigenschaft, dass das System von innen neu verglast werden kann, ist ein nachhaltiger architektonischer Entwurf gewährleistet. Die östliche, nördliche und westliche Fassade des Gebäudes wurden mit Aluminium-Lamellen ausgestattet, die der Optik eine gewisse Tiefe verleihen, aber auch eine umweltfreundliche Funktion erfüllen, indem sie für Beschattung sorgen und ein ungewolltes Aufheizen des Gebäudes durch starke Sonneneinstrahlung verhindern. Der Bürobereich von Eleven wurde für kleine und mittlere Unternehmen ausgelegt. Den Archi­tekten war bei dem Entwurf wichtig, mittels Detailarbeit dem industriellen Kontext gerecht zu werden. Die eloxierten Rahmen und Lamellen von Reynaers GmbH Aluminium Systeme sind nicht einfach nur pulverbeschichtet, sondern variieren auch farblich, was ihnen ein warmes und natürliches Aussehen verleiht.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 12/2010

Architektur und Recycling

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