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Mehr Raum für erneuerbare Energien

Spätestens mit dem Atomausstieg ist in Deutschland klar geworden: Der Ausbau der „Erneuerbaren“ ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Raumplanung. Genau mit diesem Zusammenhang befasst sich am 20. September eine Tagung von Eurosolar in Düsseldorf.

berlin-pics/pixelio.de

Bisher lag der Schwerpunkt der politischen Konzepte zur Förderung Erneuerbarer Energien in Deutschland vorwiegend auf Finanzierungsmaßnahmen. Dazu gehört die Einspeiseregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), die in vielen Ländern der Erde als Prototyp für die erfolgreiche Förderung Erneuerbarer Energien dient. Oft stockt aber der Ausbau der Erneuerbaren Energien auf Landes- und Regionalebene. Über die Raumordnung der Länder wird in vielen Fällen der im EEG verankerte Vorrang umgangen. „Während einige Länder den Ausbau der Erneuerbaren Energien als Chance begreifen, ist es in anderen Regionen fast zu einem Stillstand gekommen“, so der Eurosolar e.V. in einer Pressemitteilung.

Vor diesem Hintergrund veranstaltet der Verein gemeinsam mit dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen die Tagung "Neue Konzepte Erneuerbare Energien". Nach einer ersten Konferenz im Jahr 2010 ist dies die zweite Eurosolar-Tagung, die die Bedeutung von Raumordnung und Regionalplanung für den Ausbau der Erneuerbaren Energien thematisiert. Sie findet am 20. September in der Rheinterrasse Düsseldorf statt.

Auf der Tagesordnung stehen unter anderem folgende Schwerpunkte:

  • Schritte zur Umsetzung des Eurosolar-Projektes „Energieallee A7“
  • Windkraft im Binnenland
  • Erneuerbare Energien entlang von Verkehrsinfrastruktur
  • Erneuerbare Energien auf Brach- und Konversionsflächen
  • Die Bedeutung von Erneuerbare-Energien-Katastern für regionale Energiekonzepte
  • Raumordnung und Energiespeicher


Das Konzept "Energieallee A 7" zielt auf die Nutzung erneuerbarer Energien entlang der längsten deutschen Autobahn. Mit einer installierten Leistung von insgesamt 6.255 MW durch 1.251 Windkraftanlagen der 5 MW- Klasse an allen möglichen Standorten, kann so pro Jahr rund 13.500 GWh Strom bzw. 2,2 % des deutschen Bruttostromverbrauchs erzeugt werden. Zusätzlich soll die Energiegewinnung aus anderen erneuerbaren Energieträgern, Sonne und Biomasse, eingebunden werden.

Das Programm der Tagung soll in Kürze veröffentlicht werden.

Weitere Informationen zur TagungWeitere Informationen zum Projekt „Energieallee A7“

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