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Mischnutzung: Neue Firmenzentrale von Engel & Völkers in Hamburg

Der neue Firmensitz von Engel & Völkers in der Hamburger HafenCity bietet eine einzigartige Lösung für die klassischen Probleme eines Gebäudes mit Innenhof wie Transparenz, Organisation und Form. Unter Einhaltung der städtebaulichen Anforderungen der HafenCity offenbart der siebengeschossige Komplex, dessen Turm an der Nordwestseite den benachbarten Marco-Polo-Tower ergänzt, eine neue Perspektive auf die bisher übliche Organisation von Gebäuden mit Innenhof und schafft für Engel & Völkers eine markante Architektur mit Wiedererkennungswert. 

Architekten: Richard Meier & Partners
Standort: HafenCity, Hamburg

Bernhard Karpf, Partner bei Richard Meier und für die Planung zuständig, erklärt: „Indem wir dem Gebäude von außen eine zurückhaltende Eleganz verleihen und den Innenhof und das Atrium mit einer Reihe von ausdrucksstarken Elementen betonen, kehrt das Gebäude seine Innenseite nach außen und erfüllt die Anforderungen des Bauherrn, der sich eine einladende und unverwechselbare Firmenzentrale wünscht.“

Am Anfang der Planung stand die Aufgabe, die Organisation eines Hybridgebäudes mit einer Vielzahl verschiedener Nutzungen wie Wohnungen, Bildungszentrum, Büros und Einzelhandelsflächen in einen Gebäudetypus mit Innenhof zu integrieren und dabei ein einzigartiges und ausdrucksstarkes Bauwerk zu schaffen. Die verschiedenen, schwer zu vereinenden Nutzungen wurden unabhängig voneinander geplant um bezüglich Grundriss und Aufteilung für jede Nutzung das Optimum herauszuholen.

Das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes liest sich als durchgehende, gleichmäßige Hülle mit Details, die die Unterschiede im Inneren des Gebäudes nachzeichnen. Innen überschneiden sich die ungleichen Teile des Gebäudes an einigen Stellen.

Die gewellte Decke über dem Atrium separiert den unteren, öffentlichen Bereich mit einem Bildungszentrum, Läden, einem Café und einer Galerie von den privaten Nutzungen oben mit Wohnungen und Büros und verbindet die beiden Bereiche gleichzeitig durch die dramatische Innenlandschaft, die sie schafft. Dieses Element zeigt sich an strategischen Stellen am Äußeren des Gebäudes und wirkt wie eine Einladung, ins Innere des Gebäudes zu treten. Die Decke wandelt sich und wird zu einer horizontalen Erweiterung eines Kegels, die einerseits dazu dient, das Atrium mit Licht zu versorgen und andererseits die vertikale Erschließung des Gebäudes sichert. Sie wird zu einem architektonischen Gestaltungsmerkmal und einem skulpturalen Kunstwerk, das den Hof über dem Atrium belebt; sie schafft eine Verbindung zwischen allen Nutzungen des Gebäudes und verleiht ihm einen ikonenhaften Ausdruck, der auf die städtische Umgebung abstrahlt.

Richard Meier erläutert: “ Wir sind seit über 30 Jahren in Deutschland aktiv, haben mit dem Museum für angewandte Kunst in Frankfurt angefangen und zuletzt die Coffee Plaza hier in der HafenCity errichtet. […] Unser Entwurf zeigt eine durchgängige, offene und klare Organisation der komplexen Nutzungsanforderungen. Das Projekt verfügt über unterschiedliche Raum- und Lichtqualitäten und erzeugt eine Architektur, die nicht nur monumental ist, sondern auch feinfühlig – in optischer wie funktionaler Hinsicht.“

Das neue Gebäude wird voraussichtlich 2015 eröffnet.

Leitender Partner: Richard Meier
Für die Planung zuständiger Partner: Bernhard Karpf
Planungsteam: Anne Strüwing, Parsa Khalili               
Mitarbeiter: Bori Kang, Amalia Rusconi-Clerici, Stephen Sze, Kevin Browning

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