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Mit Blick nach vorne

Wie sehr der Dialog über das Gebaute unsere Wahrnehmung bestimmt, war am Münchner Symposium "Seismographen der Architektur" am 14. und 15. Oktober 2010 zu bemerken: Ein Dutzend herausragender Gestalter war dem Aufruf von Peter Ebner und seinem futureLAB by 3M der University of California gefolgt und stellte ihre Sicht der Welt dar, darunter die diesjährige Architekturbiennale-Direktorin Kazuyo Sejima (Sanaa), Hitoshi Abe oder Enrique Sobejano (Nieto Sobejano).

Aus der Vielzahl der Projekte und Ideen ließen sich einige Tendenzen ausmachen: Architektur, wie wir sie diskutieren, tangiert den Großteil der Menschheit überhaupt nicht, sondern bleibt Luxusprodukt. Architekten und Bauingenieure können zudem nur dann noch Herausragendes erreichen, wenn sie als Team auftreten.

Hubert Klumpner und sein Partner Alfredo Brillembourg (urban think tank, Venezuela) boten eine Kampfansage an die Welt, wie wir sie kennen. Das Büro arbeitet in den Slums von Caracas. "Vergesst die fünf Prozent an der Spitze", rieten sie ihren verdutzten Kollegen, "kümmert euch um reale Probleme". Probleme, wie sie in Schwellenländern herrschen, wo Infrastruktur immer noch Überleben bedeutet. Statt Straßen propagierten die Stadtplaner eine Bergbahn für hügelige Favelas. An neuralgischen Punkten platzierten sie darauf Gemeinschaftsgebäude, einen Musikpavillon etwa und eine Sportarena. Sie dienen als Plattformen, offene Strukturen, die von den Bewohnern verändert werden dürfen und sollen. Archigrams Plug-in City - in Caracas wurde sie Wirklichkeit.

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