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Mit Libeskind zu Platin

Kaum eine Premium-Immobilie in Deutschland entsteht mehr ohne Nachhaltigkeitszertifikat. Das gilt auch für den „Kö-Bogen“, den der Immobilienentwickler „die developer“ gegenwärtig nach Entwürfen von Daniel Libeskind am Düsseldorfer Hofgarten errichtet. Angestrebt wird LEED Platinum, die höchste Stufe des US-amerikanischen Zertifizierungssystems LEED.

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Es gibt Standorte, an denen jeder Neubau von vornherein zur Gratwanderung wird – weil sie ebenso profitträchtig wie städtebaulich diffizil sind. Zu diesen gehört die Stelle, an der momentan noch die Baugrube des neuen „Kö-Bogens“ gähnt, ohne jeden Zweifel. Sie liegt am nördlichen Ende der Düsseldorfer Königsallee, dort, wo diese in den Hofgarten mündet, und nur einen Steinwurf entfernt von Schauspielhaus, Oper, und dem legendären „Dreischeibenhaus“ von Helmut Hentrich und Hubert Petschnigg, in dem sich einstmals die Thyssen-Hauptverwaltung befand.

Um die Herausforderung zu bewältigen, die sich mit diesem Standort stellt, hat sich der Düsseldorfer Projektentwickler „die developer“ die Mitwirkung des New Yorker Architekten Daniel Libeskind gesichert. Der ist derzeit in Deutschland recht aktiv: Nach seinen Entwürfen entsteht unter anderem das neue Audimax der Universität Leuphana in Lüneburg; zuletzt wurde Ende 2009 im nordrhein-westfälischen Datteln mit der „Libeskind-Villa“ ein nach seinen Entwürfen realisierter Prototyp eines Einfamilienhauses eröffnet.

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Das Raumprogramm des „Kö-Bogen“ entspricht seinem hochpreisigen Standort: drei Ebenen Läden, erschlossen von der Schadowstraße aus, und darüber drei Büroetagen, deren Eingänge am Hofgarten und an der Königsallee liegen. Die Hauptfassaden des Neubaus sollen aus nahezu weißem Naturstein und Glas in einer flächenbündigen Konstruktion erstellt werden. Beide ergeben ein komplexes Fassadenmuster, das die modulare Ordnung der Fassade nicht gleich erkennen lässt.

Zur Königsallee und zum Hofgarten hin wird der Neubau durch fünf Meter breite und zwei Meter tiefe, diagonale Fassadeneinschnitte gegliedert. Diese sollen zum Teil intensiv begrünt werden. Gleiches gilt für die Terrassen der Innenhöfe im dritten und vierten Obergeschoss. Im obersten Geschoss soll eine Dachterrasse mit Ausblick über die Düsseldorfer Innenstadt entstehen.

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Die 16 Meter tiefen Bürogrundrisse erhalten durch die unregelmäßige Gebäudeform eine abwechslungsreiche Geometrie, lassen sich aber gleichwohl konventionell nutzen – als Dreibund oder Kombibüro, als Großraumbüro oder als Mischform mit Zellen- und Gruppenbüros.

Um nicht zuletzt die langfristige Vermarktbarkeit des Gebäudes sicherzustellen, streben die Entwickler eine Zertifizierung nach dem amerikanischen System „Leadership in Energy and Environmental Design“, kurz LEED, an. Ein erste „Pre-Check“ ergab, dass mit dem „Kö-Bogen“ die höchste Zertifizierungsstufe, LEED Platinum, erreichbar ist. Punkten konnte der Neubau hierbei insbesondere bei der Nutzung erneuerbarer Energien, beim Ressourcen schonenden Bauen, der Flexibilität in der Vermietung und nicht zuletzt in der Kategorie „Innovation & Design“.

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