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Gemeinschaftsschule Gebhard, Broghammer Jana Wohlleber, Foto: Roland Halbe

Moderner Lehransatz: Gemeinschaftsschule Gebhard Konstanz

Der Bauplatz der Gemeinschaftsschule Gebhard liegt am Rand der Parzelle, eingefasst von den angrenzenden Straßen. Entlang der südlichen Grundstücksgrenze befindet sich zuerst die Sporthalle, die in den Boden eingegraben eher in den Hintergrund rückt. Über einen überdachten Verbindungsgang schließt in westlicher Richtung die Schule an. Diese präsentiert sich als viergeschossiger Riegel und spannt gemeinsam mit der Halle einen großzügigen Vorplatz auf. Auch die restliche Parzelle zonieren die Architekten über die Positionierung der beiden Baukörper. Es entstehen geschützte Außenräume und Plätze, die zum Verweilen einladen.

Sowohl die Gemeinschaftsschule, als auch die Sporthalle haben einen schlicht rechteckigen Grundriss und wachsen als simple Riegelbauten in die Höhe. Die vier Stockwerke der Schule sind von außen klar ablesbar und prägen die Außenansichten. Raumhohe Verglasungen in Kombination mit schlichten vertikalen Brise Soleils aus Holz schaffen ein spannendes Wechselspiel aus Transparenz und Geschlossenheit. Komplettiert werden die Fassaden durch dezente Balkone, die die Geschossigkeit nach außen wiedergeben und sowohl als Witterungsschutz als auch der Wartung dienen. Deutlich geschlossener erscheint die Sporthalle. Diese ist in eine vertikale Lattung aus Thermopappel gehüllt und das minimalistische Konzept der Materialwahl unterstreicht die klare Geometrie.

Beim Innenraumdesign setzen die Architekten Broghammer Jana Wohlleber ebenfalls auf wenige, dafür umso kraftvollere Materialien. Rohe Betonoberflächen bleiben bewusst unverkleidet und zeigen die Maserung der Schalung. In ihrem kühlen Grau kontrastieren sie mit diversen Holzoberflächen, wie Einbauten und Fensterrahmen, die den Räumen Wärme verleihen und Geborgenheit ausstrahlen.

Highlight der Gemeinschaftsschule Gebhard Konstanz bildet das innovative Lernkonzept, auf dem sämtliche Raumfolgen und Anordnungen im Inneren beruhen. Der Riegel folgt einer konzeptionellen Dreiteilung. Zu beiden Enden sind die Lernbereiche jeweils in Clustern organisiert, die sich rund um verglaste, begrünte Innenhöfe organisieren und nach Jahrgängen unterteilt sind. Innerhalb dieser Cluster gibt es Zonen zum Lernen und Entspannen, sich Austauschen oder Zurückziehen. Die Schüler genießen eine ruhige Atmosphäre, die geprägt von viel natürlichem Licht und mit maximaler Flexibilität stets neuen Anforderungen gerecht wird. Im Zentrum der Schule befindet sich ein zentraler Bereich, der als Atrium konzipiert, sämtliche Räume miteinander verbindet und mit seinen großzügigen Sitzstufen als vielseitig einsetzbarer Treffpunkt genutzt werden kann.

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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
INSIDE I1/2018
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