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v.l.n.r.: Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA) Annette Hillebrandt, Architektin BDA, Bergische Universität Wuppertal; Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen, Foto: Kerstin Humberg

„Müll ist ein Designfehler“ – Paradigmenwechsel im Bauen

Das neue Gebäudeenergiegesetz? Beschlossene Sache. CO2-Neutralität? Gesetzlich verankert. Aber viele Fragezeichen, was genau sich dahinter verbirgt. Und die Realität auf den Baustellen verheißt aktuell nichts Gutes...
Dabei sollten sich diese Fragen gerade die am Bauprozess Beteiligten zuallererst stellen. Denn 40% des CO2-Aufkommens und 50% des deutschen Abfallaufkommens resultieren aus dem Bauwesen. Die Deponien sind voll, die verbauten Materialien eine Chemikalien-Wundertüte und das traditionelle Handwerk wird vernachlässigt. Es ist höchste Zeit für einen Paradigmenwechsel im Bauen, für eine echte Bauwende! Auf Bundes- wie auch auf europäischer Ebene haben sich – zumeist privat organisierte – Initiativen diese Handlungsnotwendigkeit zum Ziel gemacht. So will „Bauhaus der Erde“ einen breiten gesellschaftlichen Diskurs anstoßen, der sich insbesondere an Begriffen wie Nachhaltigkeit, Teilhabe und Ästhetik orientiert. „Architects for Future“, der Architekten-Ableger der großen Fridays for Future-Bewegung, setzen sich ein für einen nachhaltigen Wandel der Baubranche. Und nicht zuletzt Frau von der Leyen hat das Thema für sich entdeckt: Auf europäischer Ebene soll die interdisziplinäre Initiative „New European Bauhaus“ bzw. „Neues Europäisches Bauhaus“ die künftigen Lebensweisen gestalten mit dem Ziel einer „nachhaltigen inklusiven attraktiven Zukunft“. Bei einer hörenswerten Bundespressekonferenz Ende April stellten sich Hans-Joachim Schellnhuber vom Potsdam Institut für Klimaforschung, Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes und Annette Hillebrandt, Professorin an der Bergischen Universität Wuppertal und Autorin unseres Atlas Recycling den Fragen der Journalistinnen und Journalisten.

Der Atlas Recycling ist hier erhältlich:
Deutsche Sprachauflage (zweite Auflage 2021)
Englische Sprachauflage (erste Auflage 2019)

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