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Auer+Weber+Architekten, Sporthalle, München

Multifunktion versteckt: Sporthalle von Auer Weber

Die alte Sporthalle gehörte zum 1965 errichteten Gebäudeensemble des Gymnasiums. Nun wurde sie durch einen Neubau von Auer Weber ersetzt. Das Bauvolumen ist in den Boden eingelassen und auf Höhe des Schulhofes vollflächig verglast. So präsentiert sich das Dachgeschoss des Gebäudes wie auf einem Luftkissen schwebend. 

Auf Schulhofniveau betreten die Schüler das zentrale Foyer der Halle. Von dort aus besteht Zugang zu einer 1-fach Sporthalle, die auch einen Teil des Dachgeschosses einnimmt, sowie den Zuschauerrängen mit Platz für 600 Besucher. Eine Etage tiefer liegen die Umkleiden und die 3-fach Sporthalle, die so vor Blicken aus dem Straßenraum geschützt ist. Die Dienstwohnung verfügt über einen separaten Eingang und nutzt Teile des Dachgeschosses mit.

Eine Vielfalt an möglichen Nutzungen ist im Programm der Halle vereint. Das reicht von der Schulsporthalle über die Theaterbühne, einen Versammlungsraum bis hin zum Konzert- und Festsaal. Doch das sollte bewusst im Verborgenen bleiben: »Multifunktionalität hat auch viel mit Neutralität zu tun, denn ein multifunktionales Gebäude kann dann am besten zur Plattform für unterschiedliche Aktivitäten werden, wenn es diesen einen klaren, aber auch zurückhaltenden architektonischen Rahmen gibt.« So werden also die unterschiedlichen Raumhöhen und die üblichen vielen Turngeräte an der Hallendecke bewusst nicht thematisiert. Auch das Dachtragwerk und alle notwendigen, technischen Einbauten verschwinden hinter einer glatten Oberfläche aus Metallpaneelen. Der so entstandene, klare Deckenspiegel kontrastiert mit dem gewohnten Wirrwarr aus bunten Spielfeldmarkierungen auf dem Boden.

Auch das Farbkonzept zeugt von Zurückhaltung. Neben zahlreichen Grautönen wurden zwei Farben ausgewählt, die sich jeweils zu Paaren zusammenschließen. Dem Boden der großen Halle liegt ein gedämpftes Gelb zugrunde, das sich in der Fassade wiederfindet. Es schimmert durch die perforierte Trapezblechverkleidung des Daches. Für die kleinere Sporthalle hingegen wurde ein Grünton gewählt, der in die bepflanzten Außenanlagen übergeht.

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Weitere Informationen:

Team: Sonja Mutterer (Projektleiterin), Peter Graf (stellv. Projektleiter), Johannes Röper, Franz Göttler, Christina Stein, Chaoya Wang (Architekten); Verena Gaukler, Thomas Hanna, Lisa Hepp, Aykut Kiray, Sascha Ring (Praktikanten)
Fotografie: Aldo Amoretti, Barcelona/Sanremo
Planungsbeginn: 2013
Baubeginn: 2015
Fertigstellung: 2017
BGF: 4130 m²
Nutzfläche: 2806 m²
BRI: 27817 m³

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