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Bez + Kock Architekten, Museum, Arnsberg

Museumsbau am Steilhang: Erweiterung des Sauerland-Museums von Bez + Kock

Der Hochsauerlandkreis wollte das seit 1937 vor Ort bestehende Sauerland-Museum mit einem Neubau zum „Museum-und Kulturforum Südwestfalen“ erweitern, um hochkarätige Wechselausstellungen von überregionaler Strahlkraft durchführen zu können. Die im Wettbewerb 2012 zweitplatzierten Stuttgarter Architekten Bez + Kock erhielten im Vergabeverfahren den Zuschlag für das Projekt.

Im ersten Bauabschnitt wurde der barocke, 1605 fertiggestellte Bestandsbau umfassend saniert und die dort untergebrachte Dauerausstellung neu konzipiert. Der Museumsneubau, der sich auf dem angrenzenden, 45 Grad abfallenden Steilhang zwischen dem „Landsberger Hof“ und der darunterliegenden Ruhrstraße befindet, erfuhr im Vergleich zum Wettbewerbsentwurf eine vollständige Überarbeitung. Der ursprüngliche Entwurf sah einen in den Hang integrierten Neubau und eine Verbindung beider Gebäude über einen Tunnel vor. Die komplexe Baugrube drohte dem Bauherrn jedoch zu teuer zu werden. Nun liegt das Erdgeschoss des Erweiterungsbaus 20 m unter dem Eingangsniveau des „Landsberger Hofs“ und ein brückenartiger Verbindungsbau führt vom Untergeschoss des Bestands ins Obergeschoss des Neubaus.
Der Neubau stuft sich in drei Etappen von Norden nach Süden ab. Dabei vergrößert sich das Raumvolumen geschossweise auf dem Weg nach unten, von der oberen Ebene mit dem Ausstellungsauftakt über den darunterliegenden Multifunktionssaal bis zum großen Ausstellungssaal an der Ruhrstraße.


Für Besucher erfolgt der Zugang zum Museum weiterhin durch den Altbau. Der Weg in den Neubau über die Brücke führt geradewegs auf ein raumhohes Panoramafenster, das aus 15 m Höhe einen Blick auf die Stadt freigibt.
Durch die Verbindungsbrücke konnte die unter dem „Landsberger Hof“ gelegene „Englische Promenade“ erhalten werden. Dieser historische Fußweg führt nun unter der Brücke hindurch zur öffentlichen Dachterrasse des Museumsneubaus.

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Weitere Informationen:

Architektur Team: Meredith Atkinson, Lea Keim, Antonia Hauser, Anna Piontek, Maria Dallinger, Roman Ramminger, Andrea Stegmaier                      

Tragwerksplanung: wh-p Ingenieure AG, Stuttgart
Örtliche Bauleitung: BBM Bodem Baumanagement, Coesfeld
Elektroplanung: GBI Gackstatter Beratende Ingenieure, Köln
HLSK-Planung: Henne & Walter Ingenieurbüro für technische Gebäudesysteme, Reutlingen
Landschaftsplanung: Wiederkehr Landschaftsarchitekten, Nürtingen
Wettbewerbsteam: Tilman Rösch, Lisa Diez

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