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Bauhaus, DETAIL, Buch

My Bauhaus / Mein Bauhaus

2019 ist im chinesischen Horoskop das Jahr des Erd-Schweins. Es könnte ein gutes Jahr werden, das Schwein ist in China nicht nur Symbol des Glücks, sondern auch des Reichtums. Der 100. Geburtstag des Bauhaus im Jahr 2019 passt also ganz trefflich: Mag es Tom Wolfe in seinem Pamphlet gegen die Moderne »From Bauhaus to Our House« auch bezweifelt haben – das Bauhaus war ein Glücksfall, sein Vermächtnis zweifelsfrei eindrucksvoll. Deshalb hat Sandra Hofmeister 100 Architekten aus der ganzen Welt darum gebeten, sich mit dem Bauhaus zu beschäftigen: Ist die Bauhaus-Idee relevant für ihre Arbeit, stellt es eine Bezugsgröße für Entwürfe, Prozesse und das Selbstverständnis der Befragten dar?

Zwar ging das Bauhaus nicht allen Baumeisterinnen und Baumeistern, denen je eine Doppelseite gewidmet wird, körperlich so nah wie Tom Emerson von 6a Architects aus London: 1992 verbrachte er den Sommer ebendort, entfernte die Rückwand zur Mensa, so wie Gropius ursprünglich plante, und badete nackt im See in der Nähe der Meisterhäuser, die »mit ihren DDR-Giebeldächern und den angebauten Kaninchenställen ... kein bisschen meisterhaft waren.« Nicht bei allen gingen Walter Gropius und Oskar Schlemmer ein und aus, wie bei Roman Delugans Mutter. Nicht jedem begegnet der Bauhaus-Geist – die »Einheit von Funktion, Gestalt und materialgerechter Konstruktion, rationaler Umgang mit Ressourcen, aber auch Sinnlichkeit, Haptik und Farbe« – täglich im weiß-schwarz-blau-rot gestalteten Münchner Bürotreppenhaus von 1890, wie Andreas Meck und Axel Frühauf. Und nicht jeder versteht das Bauhaus als »Anspruch, per Gestaltung die Gesellschaft zu verändern«, wie Anna Heringer, oder versucht die Nähe zum Bauhaus programmatisch zu ergründen, wie Volker Staab, dessen neuer Eingangsturm für das Bauhaus-Archiv in Berlin konstruktiv erst durch einen digitalen Prozess möglich wurde. Aber womöglich ist ja gerade das sein Verdienst: Das Bauhaus provoziert unter 100 Experten 100 unterschiedliche Rezeptionen. Für den Leser ist das dem Anlass angemessen gestaltete und auf Gmunder Bauhaus Dessau-Papier gedruckte Buch in jedem Fall: Reichtum und Glück.

Die in der Edition DETAIL erschienene Publikation »My Bauhaus / Mein Bauhaus« ist hier, über den DETAIL Online Shop, erhältlich.

Anlässlich des diesjährigen Bauhaus-Jubiläums sprechen am 31. Januar Spela Videcnik von OFIS und Werner Frosch von Henning Larsen mit Sandra Hofmeister, Chefredakteurin DETAIL, über ihre ganz persönlichen Beziehungen zum Bauhaus. Auf der Veranstaltung wird das Buch »Mein Bauhaus. 100 Architekten zum 100. Geburtstag eines Mythos«, erschienen in der Edition DETAIL, erstmals präsentiert.

Weitere Informationen und Anmeldung zu »100 Jahre Bauhaus – 14. JUNG Architekturgespräche in Weimar«

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