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Studentenwettbewerb, BIM, München, Veranstaltuung

Nachbericht Preisverleihung Architektur Museum München - Ein Forum für Architektur im Kunstareal

Für die 30. Jubiläumsausgabe des Xella Studentenwettbewerbs wurde ein besonderes Thema gewählt, das die Studenten als auch die betreuenden Lehrstühle vor große Herausforderungen stellte. Mit dem Entwurf für ein »Architektur Museum München – Ein Forum für Architektur im Kunstareal« sollte in einem pulsierenden Umfeld ein Ort geschaffen werden, der Öffentlichkeit und Fachwelt verknüpft. Dazu gehört die museale Vermittlung von historischen Themen ebenso wie die Präsentation und Diskussion zeitgenössischer Themen zur Baukultur. Als Planungsobjekt für die Studenten diente die jetzige Mensa der TU München aus den 1960 Jahren, die auch in der Realität in Kürze umgewidmet werden soll.

»Wenn der Entwurf für ein Museum die Königsdisziplin der Architektur ist, was gibt es dann für eine Steigerung für das Entwerfen, als einen Raum zu schaffen, um Architektur auszustellen?« brachte Prof. Andres Lepik, Direktor des Architekturmuseums der TU München und Inhaber des Lehrstuhls für Architekturgeschichte und kuratorische Praxis, die Komplexität der Aufgabe auf den Punkt. Eine Schwierigkeit, die auch die Preisträger eines der beiden 3. Preise, Clemens Becker und Leon Dünkel der HafenCity Universität Hamburg, bestätigen: »Einen Ausdruck zu finden, der Architektur in eine Form bringt, die sich selbst präsentiert ohne zu sehr im Vordergrund zu stehen, war nicht einfach.« Diese Erfahrung teilen auch die Preisträger des 1. Preises, Maria Schlüter und Korbinian Brommer von der TU München: »Wir haben uns zunächst die Frage gestellt, wie ein Ort überhaupt aussehen muss an dem man Architektur präsentieren möchte und sind für uns zu dem Schluss gekommen, dass es keinen richtigen Ort dafür gibt und man Architektur überall ausstellen kann. So entstand die Idee das Potenzial des bestehenden Mensabaus aus den 1960er Jahren zu nutzen.« In seiner Laudatio gab Prof. Andres Lepik als Vertreter der Jury dann Einblicke in die Preisgerichtssitzung. Dass die Entscheidung nicht einfach war, zeigte schon die Vielfalt und die Detailtiefe der zehn ausgestellten Arbeiten.
 
Besondere Aufmerksamkeit wurde auch dem erstmalig ausgelobten BIM Award zuteil. Als eines der wichtigsten Werkzeuge kommender Architektengenerationen waren die Studenten aufgefordert, sich mit ihrer Kompetenz in Punkto BIM (Building Information Modeling) über ein ausgewähltes Element im Rahmen der Wettbewerbsaufgabe bei der fachkundigen Jury zu empfehlen. »BIM ist ein Thema, was uns in den nächsten Jahren begleiten wird. Es wird eine große Herausforderung für die Hochschulen sein, den aktuellen Spagat zwischen Gestaltung und Technologie zu schaffen« bestätigt Johannes Reischböck, COO BIMobjects. Auch die mit dem 1. Preis ausgezeichneten Studenten der TU Berlin, Florian Hauß und Felix Reiter, gingen mit ihrem Entwurf an der Hochschule einen neuen Weg. »Wir haben den Wettbewerb zum Anlass genommen, den kompletten Entwurf im 3D-Modell zu planen, mit integrierten VR-/AR-Anwendungen, so dass es kein physisches Modell davon gab. Damit wollten wir auch testen, ob diese Technik ein Medium ist über Architektur zu sprechen.« erklärt Florian Hauß die Herangehensweise. Dass dies in der hochschulinternen Ausbildung noch kein Standard ist, daran wird man in den nächsten Jahren noch arbeiten müssen. »Diese Art der Zusammenarbeit war auch Neuland für die Entwurfsbetreuer, letztlich waren sie dann aber doch neugierig und überrascht, was alles möglich ist.«

Denn an BIM führt kein Weg vorbei. Daher können wir gespannt sein auf die Neuauflage des Xella Studentenwettbewerbs, der mit seinem Anspruch einen Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis zu schaffen, auch 2019 wieder für Überraschungen sorgen wird.

Kurze Werbepause

XELLA Award

1. Preis: Maria Schlüter und Korbinian Bromme, TU München

2. Preis: Marius Maier, HS Düsseldorf

3. Preis: Lucas Ochmann, HTWK Leipzig

3. Preis: Clemens Becker und Leon Dünkel, HCU Hamburg



Anerkennungen:

Mona Hoffmann-Schwabe, Universität Kassel

Rabia Tas, HS Bochum
Georg Breitenhuber und Oliver Raderschall, TU Berlin

Wettbewerbsbetreuer:
Lehrstuhl für Städtische Architektur, Prof. Dietrich Fink


BIM Award

1. Preis: Florian Hauß und Felix Reiter, TU Berlin

2. Preis: Melina Rissling, HS Düsseldorf

3. Preis: Florian Schwaighofer und Juliane Schröder, Beuth Hochschule für Technik

Wettbewerbsbetreuer:
Leonhard Obermeyer Center, Stefan Kaufmann 

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