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Neues Bauen: Studentische Ideen für textile Strukturen

Im Vordergrund der Wettbewerbsaufgabe stand die Gestaltung textiler Gebäudelösungen im Hochbau und Innenausbau für permanente oder temporäre, flexible oder mobile Gebäude, sowie das Produktdesign für Architektur und Fertigungstechnik, unter Berücksichtigung von Wiederverwendung und Recycling. »Die ausgezeichneten Projekte überzeugten die Jury mit ihrer Inspirationskraft und neuen Blickwinkeln in der Architektur. Die Bandbreite reichte von textilen Traglufthallen und verbesserten Wohnbereichen für Flüchtlingslager, zu flexiblen leichten Außenhäuten, textilen Inneneinrichtungssystemen bis hin zu smarten Fassadenelementen und Webstrukturen aus Beton. Die Projekte stehen exemplarisch für die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten textiler Strukturen in Architektur und Bau«, erläutert Michael Jänecke von der Messe Frankfurt die acht Projekte, die von einer internationale Jury prämiert wurden. Die fachlich-wissenschaftliche Betreuung des Wettbewerbs hatte Prof. Werner Sobek, Leiter des Instituts für Leichtbau, Entwerfen und Konstruieren der Universität Stuttgart (ILEK) inne.

Makro-Architektur/ Mikro-Architektur/ Material Innovation/ Composites und Hybridstrukturen
Den ersten Preis in der Kategorie Makro-Architektur erhielt Katrin Fleischer von der TU München für das Projekt »Deployable Roof«. Es handelt sich um eine mobile Überdachung aus einem auffaltbaren Stützgitter in Form eines Tonnengewölbes und einer integrierten, durch biegeaktive Leisten gespannte Membranabdeckung. In der Kategorie Mikro-Architektur ging der erste Platz an Luani Costa von der Universidade do Minho in Portugal für ein smartes Fassadenelement. Das adaptive System besteht aus dreiecksförmigen Membranelementen, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit als Reaktion auf die jeweiligen Umgebungsbedingungen und nach den Wünschen der Nutzer geöffnet oder geschlossen werden können. In der Kategorie Material Innovation geht Platz eins an Natascha Unger und Idalene Rapp von der Kunsthochschule Berlin-Weißensee für das Projekt »Stone Web«. Der Projektbeitrag illustriert eine der wesentlichsten Grundlagen des Entwerfens im Leichtbau und kann als zukunftsweisend für den Einsatz faserbasierter Strukturen gesehen werden. In der Kategorie Composites und Hybridstrukturen wird Anne-Kathrin Kühner für die Idee eines Betontextils mit Platz eins ausgezeichnet. Bei der Herstellung wird ein textiler Schlauch mit Hochleistungsbeton befüllt. Das so entstehende Filament ist nach dem Einbringen der Füllmasse formbar und beweglich und kann im Verbund mit weiteren derartigen Filamenten zu Geweben, Gestricken oder Gewirken verarbeitet werden. Alle weiteren Platzierungen sind in der Fotostrecke aufgelistet.

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