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Neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in kürzester Zeit erstellt

Forschungs- und Entwicklungszentrum von nbp Architekten mit Fassadenmix aus Betonfertigteilen und Metallleichtbau-Fassaden, Verarbeiter Harmsen Komtec

Aixtron SE, Hersteller und Anbieter von Beschichtungsanlagen für die Halbleiterindus­trie, entschloss sich, seinen Standort in Herzogenrath weiter auszubauen. Gefordert war eine architektonisch überzeugende Gestaltung des Industriekomplexes in kurzer Realisierungszeit mit ressourcenschonenden Baumaterialien. nbp Architekten konzipierten einen Masterplan mit vier Bauabschnitten. 2011 wurde der zweite Gebäuderiegel für Forschung und Entwicklung, der das Technikum, zwei Gebäude für den Prototypenbau und die Logistikhalle aufnimmt, realisiert. Dem Gebäude ist ein einhüftiger Büroriegel vorgeschaltet und es verfügt über eine hochabsorbierende Lärmschutzwand.

Forschungs- und Entwicklungszentrum von nbp Architekten mit Fassadenmix aus Betonfertigteilen und Metallleichtbau-Fassaden, Verarbeiter Harmsen Komtec

Die Planer entschieden sich für einen Fassadenmix aus hellen Betonfertigteilen mit zurückhaltenden Fronten und offen wirkenden Metallleichtbau-Fassaden in Sandwichbauweise und als vorgehängte hinterlüftete Konstruktionen. Der Verarbeiter Harmsen Komtec GmbH ist Spezialist für das Bauen mit vorkonfektionierten Metallleichtbauelementen. Die Firma plante die Montagen dabei unter Berücksichtigung aller Schnittstellen. Die Abwicklung richtete sich nach dem Baufortschritt der Vorgewerke. Technikzentrum, Prototypengebäude und Logistikhalle wurden auf diese Weise innerhalb kürzester Zeit abgewickelt.

Die Fassade zur Straße ist mit Reynobond-Elementen »System KU 50 NVU« bekleidet. Zur Werksfront hin wählte man ein mikro­liniertes Brandschutzelement von Arcelor, Typ »Ondafibre 3503 HBJ 5«. Die mechanische Befestigung erfolgte auf unterschiedlichen Konstruktionen verdeckt mit rostfreien Bohrschrauben. Die Materialstöße überdecken farblich angeglichene Lisenen. Das Dach wurde mit »SAB Dachtrapezprofilen
T 135 / 310« bekleidet. Die Fassaden der Gebäude für den Prototypenbau sind an der Nordseite oberhalb der Dachfläche mit einer vorgehängten und hinterlüfteten Fassadenkonstruktion bekleidet. Der Aufbau besteht aus der Innenschale (Betonwand), worauf die Metallbauer mit Rahmendübeln vertikale Z-Profile verankerten und darauf die Metallleichtbauelemente befestigten. Die Südseite ist wie das Technikum mit mikro­linierten Brandschutzelementen von Arcelor, Typ Ondafibre 3503 HBJ bekleidet. Das Dach wurde mit Dachtrapezblechen T 135 / 310 abgedichtet. Die Dachkonstruktion der beiden Gebäuden für den Prototypenbau besteht aus Dachtrapezprofilen. Die Verlegung erfolgte ebenfalls auf einer Unterkon­struktion aus Stahl. Die Wandbekleidungen bestehen aus den zuvor beschriebenen mikrolinierten Arcelor Brandschutzelementen. In der Logistikhalle wird der Warenein- und -ausgang abgewickelt und die Qualitätskontrolle vorgenommen. An der Außenfassade der Südseite kamen ebenfalls Arcelor-Brandschutzelemente zum Einsatz. Die Halle ist durch eine Innenwand in zwei Bereiche aufgeteilt. Diese Innenwand besteht im unteren Bereich aus Stahlbetonfertigteilen. Darüber wurde die Fassade aus einer horizontal verlegten Sandwichfassade, bestehend aus beidseitig linierten Salzgitter-Brandschutzelementen montiert. Befestigt wurden die Paneele mit bauaufsichtlich zugelassenen Edelstahlverbindern an die Stahlunterkonstruktion.

Forschungs- und Entwicklungszentrum von nbp Architekten mit Fassadenmix aus Betonfertigteilen und Metallleichtbau-Fassaden, Verarbeiter Harmsen Komtec

Das Dach wird aus Dachtrapezprofilen in drei Materialstärken gebildet, verlegt als 2-Feld-System auf einer Stahlbetonunterkonstruktion. Das Vordach ist aus Dachtrapezprofilen zusammengesetzt, verlegt in Negativ-Lage als 3-Feld-System auf einer Stahlunterkonstruktion. In dem einhüftigen Büro-
riegel, der mit einer massiven Beton-Fertigteil-Fassade eingehüllt ist, sind die Bereiche produktionsnahes Engineering, Facility Management, Haustechnik Elektro sowie die Haustechnik Kühlung/Heizung angesiedelt. Da das Werksgelände an eine Wohnbebauung grenzt, errichtete man eine Lärmschutzwand, die dafür sorgt, dass sich der Luftschall erheblich verringert. Hierfür montierten die Metallbauer aus dem Produktprogramm der Schütte Lärmschutzwandsysteme eine Schallschutzwand vom Typ »Urban-Beta-EL-B500 ZP«, bestehend aus Strangpressprofilen, vorderseitig gelocht. Dazwischen liegt eine Zementplatte, die die erhöhte Luftschalldämmung garantiert. Das Nut-und-Feder-System ermöglicht einen vertikalen Aufbau und eine reibungslose, schnelle Montage.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 6/2012

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