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Neues Sudhaus für die Spezialbier-Brauerei Forst in Südtirol

Stahlbau, Pichler, Titanblechverkleidung, Fassade, Sudhaus, Brauerei, Forst, Algund, Meran
Fotos: Oskar Dariz

Die Spezialbier-Brauerei Forst aus Forst/Algund bei Meran wurde 1857 von zwei Meraner Unternehmern gegründet. Noch heute befindet sich die Brauerei im Eigentum der Familie Fuchs von Mannstein. Für den Bau des neuen Sudhauses sprachen verschiedene Gründe, wie z.B. der Einsatz fortschrittlichster Brautechnik, die Qualitätssicherheit des Produkts sowie die komplizierte und ständige Überwachung der Produktionsprozesse gewährleistet. Diesen Sommer wurde das neue Sudhaus eingeweiht. Hierbei war Stahlbau Pichler als Generalunternehmen maßgeblich an der Errichtung beteiligt.

Die Brauerei Forst erscheint als eine Art Dorf, das bisher harmonisch in die umgebende Landschaft eingebettet war. Die Herausforderung des Entwurfs bestand darin, den dgroßdimensionierten Neubau in dieses Umfeld einzugliedern. Die Lösung bestand darin, sich über die Architektur der Umgebung hinwegzusetzen und die Funktion nicht mehr zugunsten der Ästhetik zu verbergen. Auf diese Weise entstanden ungewöhnliche geometrische Formen und große, transparente Membranen neben undurchsichtigen Elementen.

Das Werk besteht aus drei Elementen: einem unterirdischen Teil, der die Anlagentechnik des Gebäudes beherbergt, und zwei Elementen im Hochbau, dem Pavillon und dem Silohaus. Der erste Teil, in dem die Braukessel untergebracht sind, wurde aus Stahl und Glas realisiert, damit er auch von der Straße aus eingesehen und wahrgenommen werden kann, der zweite, in dem die Rohmaterialien eingelagert sind, wurde aus Beton und Stahl hergestellt und erscheint hermetisch und undurchschaubar, ein Monolith, dessen Titanblechverkleidung wie ein kristallines Netz wirkt. Das Sudhaus überzeugt auch mit seinem Innenleben. Denn das Würzekochsystem mit Niederdruck fördert dank des Innkochers eine gleichmäßige und schonende Erhitzung der Maische. Auch wurde besondere Aufmerksamkeit auf die Energieeinsparung gelegt. Durch eine moderne Energierückgewinnungsanlage wird die zur Maischeproduktion erforderliche Wärme im neuen Sudhaus zurückgewonnen und für die darauf folgenden Kochphasen verwendet. Die Kapazität des neuen Sudhauses ermöglicht eine Jahresproduktion von 900?000 hl. Im Vergleich zum alten Sudhaus können durch die neue Anlage 47?% des Dampfverbrauchs eingespart und der durchschnittliche Strom- und Wasserverbrauch reduziert werden.

Stahlbau, Pichler, Titanblechverkleidung, Fassade, Sudhaus, Brauerei, Forst, Algund, Meran
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 11/2011

Massive Bauten

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