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House in Takatsuki, Tato Architects, Osaka

Next Level: Haus in Takatsuki von Tato Architects

Von dem 114 m2 großen Grundstück sollte laut Vorgaben des Bauamts nicht mehr als die Hälfte bebaut werden. Aus diesem Grund konzentrierten sich die Planer auf die vertikale Ausdehnung des Hauses. Sie teilten es kurzerhand in Teilgeschosse auf und erreichten so für die japanische Familie eine Wohnfläche von fast 100 m2. Der Grundriss des Gebäudes sieht wie ein simples Rechteck aus, dem zwei Ecken abgeschnitten wurden. Darüber entwickelt es sich als sechsseitiges Volumen in die Höhe.

Der Entwurf des Wohnhauses beruht auf einem diagonalen Raster, das die unterschiedlichen Bereiche in dreieckige Abschnitte einteilt. Die einzelnen Flächen heben sich jeweils durch einen Niveauunterschied von zwei Stufen voneinander ab. Sie formen an manchen Stellen große Wohnbereiche aus, an anderen bilden sie nur kleine Rückzugsnischen. Ausgehend von zwei Punkten im Eingangsniveau entwickeln sich die Ebenen spiralförmig nach oben. Sie treffen im zentralen Ess-Wohnzimmer aufeinander, bevor sie schließlich auf der gemeinsamen Dachterrasse enden. Das Ergebnis ist ein vielschichtiges, höhlenartiges Wohnlabyrinth. Türen oder Trennwände sucht man – ebenso wie Treppen – in dem „House in Takatsuki“ vergeblich. Lediglich die höhenversetzte Anordnung trennt die Räume. Direkte Blickbeziehungen bestehen immer nur zwischen zwei aneinandergrenzenden Bereichen. Trotz aller Offenheit ist so ein gewisses Maß an Privatsphäre sichergestellt.

Das schlicht anmutende Einfamilienhaus ist komplett aus Holz. Eine schwarze Holzlattung kleidet sämtliche Fassaden und lässt – in Kombination mit den filigranen, dunklen Fensterrahmen – den Polyeder fast unauffällig wirken. Die unkonventionellen Innenräume fassen Tato Architects über eine einheitliche Materialpalette stimmig zusammen. Holzoberflächen und -böden werden von weißen Wänden ergänzt. An manchen Stellen fungiert das Interieur gleichzeitig als Podest oder Stufe und verbindet die Ebenen; an anderer Stelle geht der Tisch nahtlos in den Boden des nächsten Zimmers über. Sämtliche Räume wirken hell und freundlich und lassen das kleine Haus mit seinem besonderen Wohnkonzept größer erscheinen, als es tatsächlich ist. Das macht Lust darauf, es sich in einem der 16 Niveaus bequem zu machen.

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Weitere Informationen:

Planung: Yo Shimada, Akira Yasuda
Statik: Takashi Manda Structural Design
Konstruktion: Shokenkikaku/ Naoki Sasahara

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