You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken

"Offenbach ist keine schöne Stadt"

Stefan Forster

Der Frankfurter Architekt Stefan Forster machte sich auf Einladung der Offenbacher Agenda 21 Gedanken zum städtebaulichen Erscheinungsbild Offenbachs und bescheinigt eine katastrophale Stadtplanung der vergangenen Jahrzehnte. Das entstandene Stückwerk sei erst innerhalb der „nächsten 40 oder 50 Jahre“ zu beseitigen.

Nach den Worten Forsters sei Erholung und Erlebnisqualität Fehlanzeige in Offenbach. „offenbach ist keine schöne Stadt.“ Es herrsche überall Ödnis und tristes Stückwerk. „Statt städtischem Grün gähnen in Offenbachs Mitte vor allem grauer Beton und buntes Auto-Blech.“ Die Lage sei so schlimm, dass "es die nächsten 40 oder 50 Jahre dauern wird, hier entscheidende Änderungen umzusetzen", erklärte der Frankfurter Architekt. Ein Grund ist die angespannte, finanzielle Lage. Schuld sei aber auch, dass die Stadt den Investoren, die tatsächlich in die Stadt wollen keine Vorgaben machen wolle, wie die Gebäude aussehen sollen.

Durch die Sünden der vergangenen Jahrzehnte entstanden in der Innenstadt ein deutliches Problem: kein einheitliches Stadtbild. Stattdessen unkoordinierter Wildwuchs – von nicht einheitlichen Straßenpflaster in den Fußgängerzonen bis zu unterschiedlich hohen Gebäuden.

Die gezielte Aufwertung zentraler Plätze und die schrittweise Verdrängung von Autos aus der Innenstadt schlägt Stefan Forster der Stadt vor. Das Konzept der Aufwertung zentraler Plätze versucht die Stadtplanung bereits umzusetzen. Die größten Veränderungsmöglichkeiten habe die Stadt, laut Forster, in der Verkehrsplanung. Hierdurch könnte eine autofreie Innenstadt entstehen, die eine erhöhte Attraktivität für die Bewohner schaffen würde. Konkret würde Forster die „riesige Blechwüste“ – den Parkplatz am Mainufer – durch eine Grünfläche ersetzen, „die die Menschen direkt am Wasser zum Flanieren und Entspannen einlädt." Generell sollten Parkflächen verschwinden und dafür der öffentliche Nahverkehr und Radwege in den Vordergrund treten.

Quelle: Frankfurter Rundschau

Stichworte:
Aktuelles Heft
DETAIL 9/2018
DETAIL 9/2018, Schulen

Konzept: Schulen

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.