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Originalgetreu wärmegedämmt

Sanierung des Leinenmeisterhauses

Das Mitte der 50er-Jahre errichtete Leinenmeisterhaus am Bielefelder Omnibusbahnhof war nach 60 Jahren derart sanierungsbedürftig, dass die Verkehrssicherheit der Natursteinfassade gefährdet war. Außerdem lagen deren U-Werte um das Zehnfache über den zulässigen Werten nach EnEV 2009 und erfüllten noch nicht einmal den (in den 50er-Jahren eigentlich schon geforderten) baulichen Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2. Lediglich die Undichtigkeit der Fassade und eine leistungsstarke Heizung hatten bislang ­eine Schimmelbildung verhindert.

Bei der denkmalgetreuen Sanierung ­entschied sich das Architekturbüro Hertrampf + Brokate aus Hameln für eine wärmegedämmte, vorgehängte Konstruktion mit insgessamt 1400 m2 leichtgewichtigen Lithodecor-Fassadenplatten von Typ Airtec Stone und 760 m2 massiven Natursteinplatten für die Pfeilerwangen. Airtec Stone besteht aus einer 5-10 mm starken Natursteinschicht und einer 19 mm dicken Trägerplatte aus Leichtbeton und bringt lediglich ein Flächengewicht von 46 kg/m2 auf die Waage. Dank des leichtgewichtigen Aufbaus war es überhaupt erst möglich, die Fassade ohne Eingriffe in die (wenig tragfähige) Originalsubstanz des Bauwerks widerherzustellen. Der Fassadenzwischenraum wurde mit einer Wärmedämmung aus vlieskaschierten Mineralwolldämmplatten (WLG 035) versehen, vor denen nur ein minimaler Hinterlüftungsspalt von 20 mm frei blieb. Auf diese Weise erreicht die sanierte Bürohausfassade ? trotz denkmalschützerischer Auflagen ? annähernd die in der EnEV 2009 geforderten U-Werte.

Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
GREEN G2/2014

green 2/2014

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