You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken

Palazzo Mora: Architekturbiennale in Venedig

Die Kuratorinnen des Palazzo Bembo bespielen noch einen zweiten Ausstellungsort mit einem ähnlichen Konzept: den Palazzo Mora, unweit der Vaporetto-Station Ca d’Oro an der Strada Nuova gelegen. Von der geschäftigen Einkaufsstraße zurückversetzt – und leicht versteckt – ist das Gebäude durch einen langgestreckten begrünten Hof erreichbar.

Ort: Venedig, Italien
Dauer: 7. Juni 2014 - 23. November 2014

Auf drei Etagen zeigen rund 50 Architekten – mehrheitlich junge Büros, doch auch einige der etablierten Namen – ihre Werke mit Fotos, Plänen, Modellen, Videos und einem großen Spektrum an Projekten. Manche stehen im anregenden Kontrast zu den Räumen des Palazzo – repräsentativen Zimmerfluchten und auch leicht verblichenen Bereichen – doch hätte die Dramaturgie der Ausstellung noch mehr Bezug auf die unterschiedlichen räumlichen Situationen nehmen können.

Konkrete Neubauprojekte, wie die neue Firmenzentrale eines Unternehmens in Vorarlberg vom Wiener Architektenteam »AllesWirdGut«…

...sind ebenso zu sehen wie Installationen, beispielsweise »Equinox« der Künstlerin Akmar Nijhof…

…und das Modell der Kuppel eines Kirchenentwurfs von Carl Fredrik Svenstedt.

Caramel Architekten lassen eine Modelleisenbahn mit Minikamera durch eine abstrahierte Hügelketten-Landschaft fahren, in die Fotos ihrer Projekte eingebettet sind. Die Aufnahmen werden direkt auf einen Monitor übertragen und simulieren spielerisch eine Fahrt entlang der Gebäude.

Eine völlig andere Welt im Dachgeschoss des Palazzo: Unter dem Dachgebälk überrascht ein Labyrinth aus leerstehenden Zimmern und Kammern mit sich ablösenden Tapeten und offenen Deckenkonstruktionen. Hier sieht man, wie einfach die Konstruktion der früheren Trennwände war, aus horizontalen Latten, den »cantinelle«, die verputzt wurden.

Im Zuge der Renovierung und Instandsetzung der obersten Etagen des Palazzo realisiert die Architektin Florencia Costa im Dachgeschoss ein Projekt, das 20 Künstlern Räume zur Verfügung stellen wird. Es sind kleine zellenartige Raumbereiche geplant, die Costa aus den »cantinelle« zusammensetzt, die bei den Renovierungsarbeiten gesammelt wurden. Costas Arbeit thematisiert die Auseinandersetzung mit dem Vorgefundenen, das dem Ort einen besondere Atmosphäre und Intensität verleiht.

Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 7+8/2014

Fassaden

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.