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Rubén Pérez Bescós, vaillo+irigaray architects, canalla disco, Pamplona, Spanien

Pamplonas goldene Schatzkiste: Nachtklub im Verborgenen

Eingepfercht von graubraunen, punktuell in die Höhe ragenden Steinmassen, fügt sich der flache Bau der „Canalla Disco“ auf den ersten Blick unscheinbar in die Erdgeschosszone ein. Am Abend hebt eine goldgelb leuchtende Fußleiste die dunkle Lamellen-Box vom Boden ab und erhellt zusammen mit dem in gelben Versalien geschriebenen Wort „Canalla“ den eintönigen Straßenraum. Das grelle Licht zieht vor allem die jungen Nachtschwärmer an und leitet sie seitlich die dreiläufige Treppe hinunter, in eine zweigeschossige Eingangshalle. Angelockt von dem goldenen Funkeln und den gedämpften, rhythmischen Klängen treten sie durch einen geschwungenen Kettenvorhang und landen im Inneren der verborgenen Schatzkiste. Die von außen verrufen wirkende Spelunke erstrahlt hier auf geräumigen 700 m2 in vollem Glanze: In dem schwarz gestalteten Zentrum des Raums befindet sich die Tanzfläche, welche nur durch die gelb beleuchteten Leisten einzelner Podeste akzentuiert ist sowie der ebenfalls dunkel gestaltete Bartresen. Dieser bildet an der gesamten Längsseite der hinteren Wand das „Rückgrat“ des Klubs. Die glänzende Krönung der „Canalla Disco“ sind die seitlich symmetrisch angelegten Lounge-Bereiche, die von perforiertem, goldenen Metall „umklammert“ werden. Die Paneele grenzen den Aufenthaltsbereich deutlich von dem schwarzen Tanzboden ab. Sie liegen den Gästen zu Füßen, falten sich dann zu einer durchlaufenden Sitzbank auf, weiter zu einer geknickten Rückenlehne und enden über den Köpfen der Besucher an der Decke. Die von innen heraus leuchtenden Hocker untermalen die entspannte Atmosphäre der Lounge, in der sich die Tanzenden erholen und dabei die sich bewegende Menge beobachten können.
Der von außen unscheinbar wirkende Nachtklub verbirgt sein goldenes Geheimnis im Inneren und überzeugt wie viele weitere Projekte von Vaillo+Irigaray Architects, mit sorgfältig gestalteter sowie ausgearbeiteter Architektur.

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weitere Informationen:

Baubeginn: Oktober 2013
Fertiggestellt: März 2013
Tragwerksplanung: TS Engineering, Michele Privitera
Grundstücksfläche: 700 m2
Baukosten: 450.000 €

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