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Passivhausbüro für das Brüsseler Umweltinstitut

„Bruxelles Environnement“ forscht und berät Unternehmen und Privatpersonen zu allen Fragen der Energieeffizienz und des Umweltschutzes. Nun erhält das Institut selbst einen höchst energieeffizienten Neubau, der von den Delfter Architekten cepezed geplant wurde.

Passivhausbüro, Umweltinstitut, Brüssel, cepezed
Grafik: cepezed

Der neue Hauptsitz des Brüsseler Umweltinstituts steht dennoch in einem ehemaligen Hafenareal: Um 1900 hatte König Leopold I. von Belgien auf dem nach der gleichnamigen deutschen Adelsfamilie benannten „Thurn & Taxis“-Areal einen Kanalhafen mit Lagerhäusern, Zollspeichern und Kaianlagen angelegt. 100 Jahre später sind diese zu einem der größten Stadtentwicklungsgebiete in Brüssel geworden, wo Büros, Restaurants, Designerläden und Kultureinrichtungen entstanden sind.

Passivhausbüro, Umweltinstitut, Brüssel, cepezed
Grafik: cepezed

Das neue Verwaltungsgebäude von cepezed liegt gegenüber den zwei wichtigsten Altbauten auf dem Areal, dem königlichen Speichergebäude (Entrepot Royal) und einer renovierten Shedhalle. Der Entwurf sieht ein kompaktes Gebäudevolumen unter einer gekrümmten und großflächig verglasten Gebäudehülle vor. Zwei Büroflügel und ein Quertrakt mit Erschließungsflächen im Norden umschließen ein nach Süden ausgerichtetes Atrium. Der östliche Büroflügel wird terrassenförmig angelegt und die einzelnen Ebenen mit Bäumen bepflanzt.

Die beiden untersten Ebenen des Gebäudes sind öffentlich zugänglich; hier finden unter anderem ein Besucherzentrum, ein Vortragssaal, eine Multimedia-Bibliothek, ein Konferenzzentrum und ein Restaurant ihren Platz. Außerdem wird hier ein „gläsernes Laboratorium“ eingerichtet, wo Besucher die Arbeit des Umweltinstituts direkt beobachten können.

Passivhausbüro, Umweltinstitut, Brüssel, cepezed
Grafik: cepezed

Das Gebäude wird nach den Kriterien des Passivhausstandards geplant, der für Heiz- und Kühlenergie jeweils Maximalwerte von 15 kWh/m2a vorgibt. Zur hohen Energieeffizienz des Neubaus tragen dessen kompaktes Volumen, die dreifach verglaste Südfassade mit thermisch getrennten Profilen sowie die Lüftung mit Wärmerückgewinnung bei. Temperiert wird das Gebäude über thermisch aktivierte Betondecken, die ihre Wärme und Kälte aus einem Geothermiespeicher beziehen.

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