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Pilotprojekt Plus-Energie-Standard

Xella und Elbe-Haus beteiligen sich an einem neuen Programm des Bauministeriums für Energie-Plus-Häuser

Im Rahmen eines Pilotprojektes beteiligen sich die Xella Technologie- und Forschungsgesellschaft mbH und Elbe-Haus an einem Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und bauen gemeinsam ein Energie-Plus-Haus. Zum Einsatz kommt dabei der neue Ytong Energy+, ein massiver mineralischer Baustein auf der Basis von Porenbeton, der seine hohe Wärmedämmung aus der Kombination von zwei Schichten Porenbeton mit einem Kern aus hochwärmedämmendem Ytong Multipor bezieht. Ytong Energy+ wird bereits erfolgreich in Dänemark eingesetzt.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat im Rahmen der Forschungsinitiative "Zukunft Bau" ein neues Förderprogramm für Modellhäuser aufgelegt, die den sogenannten "Plus-Energie-Standard" erfüllen. Dafür stehen zunächst im Jahr 2011 rund 1,2 Millionen Euro bereit. Es soll zukünftig den Bau von Gebäuden im Null- oder Plusenergiestandard ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen dabei die stetige Effizienzsteigerung und die Einbindung erneuerbarer Energien. Ziel ist, Ergebnisse und Ideen aus der Grundlagenforschung sowie besondere Verfahren, Materialien und Hochtechnologien aus der Industrie für die Baupraxis nutzbar zu machen. Bedingung für die Teilnahme am Forschungsvorhaben des BMVBS ist, dass sämtliche Häuser, die im Rahmen des Projektes entstehen, von einer Expertengruppe wissenschaftlich begleitet werden. Dabei sollen sie unter realen und bewohnten Bedingungen getestet werden. Die Forschungsergebnisse werden anschließend veröffentlicht.

Die wissenschaftliche Auswertung des Pilotprojekts von Xella und Elbe-Haus erfolgt unter Federführung der Xella Technologie- und Forschungsgesellschaft mbH (T&F). Xella betreibt an den brandenburgischen Standorten Emstal und Brück nahe Potsdam in einer eigenen Gesellschaft Grundlagenforschung mit dem Ziel, Trends und neuen Tendenzen nicht nachzulaufen, sondern selbst Impulse zu setzen und die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der gesamten Unternehmensgruppe zu sichern. Das norddeutsche Bauunternehmen Elbe-Haus erstellt individuelle Massivhäuser in zertifizierter Immobilienqualität. Weitere Partner des geförderten Projekts sind: Form Nord GbR, Architektur und Design; Multitherm GmbH, Anlagentechnik; W.Tomson Planungsgesellschaft mbH, Planung / Statik / Ausführung; Bernd Kiele, Prüfingenieur; Marcus Fahrenkrug, multiwatt.

Dieses Bauvorhaben werde nicht nur den Bauherren neue Möglichkeiten eröffnen, sagt Hendrik Rößler, Geschäftsführer bei Elbe-Haus, sondern auch zu einem großen Teil dazu beitragen, den Klimaschutz im Einfamilienhausbau nachhaltig zu verbessern. "Wir sehen darin einen neuen Weg," so Rößler, "moderne Technologien wirtschaftlich für unsere Bauherren einzusetzen." Auf dem Grundstück in Brandenburg wird ein modernes zweigeschossiges Gebäude entstehen, das mit großzügigem Grundriss und dem ansprechenden Design eines Architektenhauses so gut wie keine Bauherrenwünsche offen lässt.

Durch den Einsatz des neuartigen Baustoffs Ytong Energy+ und mit einer Kombination aus bewährter, hocheffizienter Haustechnik wird es weniger Energie verbrauchen, als es selbst produziert. Ytong Energy+ ist ein innovativer Stein, der zwei Schichten Porenbeton mit einem Kern aus hochwärmedämmendem Ytong Multipor kombiniert. Die insgesamt drei Schichten werden in einem speziellen Verfahren im Dampfdruckkessel (Autoklaven) zu einem homogenen Baustoff verbunden. Der Stein verfügt bei einer Wanddicke von 41,5 cm über einen äquivalenten Lambdawert von nur 0,06 W/(mK) und erreicht einen U-Wert von 0,14 W/(m²·K). Seine besondere Beschaffenheit verleiht ihm eine hohe Stabilität und eröffnet damit neue Perspektiven beim Bau von Einfamilienhäusern sowie im mehrgeschossigen Wohnungsbau. Ein damit gebautes Haus verbraucht nach derzeitigem Kenntnisstand nur einen Liter Heizöl pro Quadratmeter Wand und Heizperiode.

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