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Playboy Architektur

Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt zeigt ab dem 15. Februar 2014 erstmalig im deutschsprachigen Raum die Ausstellung „Playboy Architektur, 1953-1979“. Die zuvor in Maastricht und Rotterdam gezeigte Schau beleuchtet die zentrale Rolle des amerikanischen Playboy-Magazins bei der Verbreitung und Förderung der Avantgarde-Architektur der 50er bis 70er Jahre. 

Ort: DAM, Schaumainkai 43, D-60596 Frankfurt am Main
Dauer: 15. Februar - 20. April 2014

Ausstellung »Playboy Architektur 1953–1979« in Frankfurt
Foto: Uwe Dettmar

Aufgrund der Berichterstattung über innovative und visionäre architektonische Entwürfe spielte das Magazin in seinen ersten drei Jahrzehnten eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von avantgardistischen Designströmungen. Die Ausstellung ist in fünf Themenbereiche gegliedert und zeigt, wie dem Leser die Bereiche Architektur und Design auf vielfältigste Art und Weise nahegebracht wurden.

Die einzelnen Kapitel "Archiv", "Bachelor Pad", "Chairs", "City", "Literatur" und "Architektur" werden in pavillonähnlichen Strukturen präsentiert, die mit zahlreichen Abbildungen bestückt sind und dem Besucher Einblicke in visionäre architektonische Entwürfe fern der biederen Einfamilienhausidylle geben.

Ausstellung »Playboy Architektur 1953–1979« in Frankfurt
Foto: Uwe Dettmar

Den Kern der Ausstellung bildet das sogenannte Archiv, in dem alle originalen Playboy-Magazine von 1953 bis 1979 zum Durchblättern zur Verfügung stehen. Wer durch die Hefte schaut, entdeckt nicht nur die bekannten Aktfotos, sondern auch hochrangige Artikel und Interviews von und mit berühmten Intellektuellen, wie Gabriel García Márquez oder Heinrich Böll. Zahlreiche Artikel geben Auskunft über avantgardistische Architekturen, ausgefallene futuristische Interieurs und Designklassiker, wie die Stühle von Charmes Eames und Eero Saarinen.

Einen theoretischen Zugang zur Avantgardearchitektur bieten die Interviews und Porträts von namhaften Architekten, wie beispielsweise Frank Lloyd Wright und Mies van der Rohe. Beiträge zu Buckminster Fuller und Richard Neutra sowie ein Bericht über Ant Farms House of the Future zeugen von der großen Bandbreite an Architekturthemen, mit der sich das Magazin auseinandergesetzt hat.

Ausstellung »Playboy Architektur 1953–1979« in DAM Frankfurt
Buckminster Fuller, City of the Future, Playboy, 1968 © Playboy Enterprises International, Inc

Der Themenbereich "Bachelor Pad" zeigt den Gegenentwurf zum typischen Vorortdomizil: das mit modernistischen Designklassikern bestückte "Junggesellen Apartment".

Vom ersten idealtypischen „Playboy’s Penthouse Apartment“ aus dem Jahre 1956 bis zum aufblasbaren „Bubble House“ der Avantgarde Architektengruppe Chrysalis aus den 70er Jahren, vereint dieser Pavillon die wichtigsten Bachelor Pads. Auch das 1962 publizierte Projekt für eine Stadtvilla, „The Playboy Town House“, die von Hugh Hefners eigenen Plänen für ein nie realisiertes städtisches Domizil abgeleitet war, ist ausgestellt.

Ausstellung »Playboy Architektur 1953–1979« in DAM Frankfurt
Playboy Pad-Pleasure on the Rocks © Playboy Enterprises International, Inc.

Die Pavillons "Chairs", "City" und "Literatur" sind durch Möbelstücke, Modelle, Videoclips sowie Musik bestückt und mit dem Bereich "Architektur" wird das Playboy-Universum vervollständigt. Hier werden neben den Dokumentationen imaginärer Bachelor Pads und realer Rückzugsorte für ein Wochenende zu zweit zahlreiche Architekten und ihre utopischen Gegenentwürfe zur gewachsenen Stadt ausgestellt.

Der Playboy spielte angesichts seines hohen Verbreitungsgrades eine wichtige Vermittlerrolle zwischen den modernen Bewegungen in Architektur und Design und dem Massenpublikum.

Ausstellung »Playboy Architektur 1953–1979« in DAM Frankfurt
Foto: Uwe Dettmar

Begleitprogramm
Donnerstag, 6. März, 2014, 19 Uhr im Auditorium DAM
Einführung, Filmvorführung und Filmgespräch in Anwesenheit der Regisseurin Brigitte Berman “Hugh Hefner: Playboy, Activist and Rebel ”, 2010 (englische Originalversion)

Begleitpublikation
Zur Ausstellung erscheint ein Nachdruck der Sonderbeilage „Playboy Architecture, 1953-1979“, die erstmals anlässlich der Ausstellung im Bureau Europa in Maastricht im Volume Magazine Nr. 33, 2012 publiziert wurde.

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