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Rasmus Noriander

Portugiesischer Flair: Sekundarschule in Weitenzelg

Die neu entstandene Galerie entlang der Eingangsfassade des Neubaus verbindet den ebenfalls von der Arbeitsgemeinschaft überarbeiteten Altbau und schafft zusätzlich einen witterungsgeschützten Außenbereich für die Pausenzeiten.

Der portugiesische Einfluss zeigt sich in der mit Keramikkacheln verkleideten Fassade. Auch in den Bezeichnungen der Räume wird die Verbindung deutlich: Den Kern des Gebäudes bildet die Salão (Aula) und der Patio (begrünter Innenhof). Diese zentralen Bereiche werden von umlaufenden Korridoren umschlossen und versorgen das Innere des Gebäudes mit Tageslicht. Alle anderen Lernräume sind nach außen auf den umliegenden Campusbereich gerichtet.

Die vertikale Erschließung des Schulgebäudes erfolgt über eine zentral gelegene Treppe im Eingangsbereich. Diese verbindet die verschiedenen Funktionsräume im Erdgeschoss mit den Klassenzimmern in den Obergeschossen. In den Ecken des Neubaus befinden sich zwei diagonal gegenüberliegende Fluchttreppenhäuser. Da die Flure nicht als Fluchtwege dienen müssen, ergibt sich eine freie Aufenthalts- und Gestaltungsfläche für die Schüler. Das Sheddach sowie die über zwei Stockwerke führenden Lichtschächte versorgen den Bereich mit Tageslicht.

Die Materialien im Innenraum gliedern das Gebäude in drei Zonen: die Kernzone mit Patio und Salão, die Verkehrsflächen und die Lernräume. Die zentrale Salão mit ihrer flexiblen Nutzung ist mit warmen Materialien aus Holz gestaltet und soll als „Wohnzimmer“ wahrgenommen werden. Die Treppenhäuser und Korridore sind in Sichtbeton ausgeführt, die Fußböden in pigmentiertem Hartbeton. Weiße Wände und pinnbare Schrankfronten aus Kork dominieren die Ausstattung der Klassenzimmer.

Das Gebäude ist vertikal ausgerichtet, der Hauptzugang erfolgt über den Pausenhof. Weitere Ausgänge orientieren sich nach Norden zum Mensagebäude und nach Westen zum Spielplatz, wodurch mehrere Zugänge zum Gebäude möglich werden.

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